Edward Snowden darf ganz in Russland bleiben | Aktuell Welt | DW | 22.10.2020
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Whistleblower

Edward Snowden darf ganz in Russland bleiben

Einer der prominentesten Gäste des russischen Staates bekommt nun wichtige Papiere. Einen russischen Pass scheint der Whistleblower allerdings nicht zu wollen.

USA Buch Edward Snowden Permanent Record

Exil in Russland: Edward Snowden veröffentlichte seine Geschichte 2019 als Buch

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, dem in seiner Heimat ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht, hat ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Russland erhalten. Snowdens Anwalt Anatoli Kutscherena sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Aufenthaltserlaubnis des 37-Jährigen sei verlängert worden. Sie gelte nun unbefristet.

Zuletzt hatte der Jurist auf die Frage nach Snowdens Befinden geantwortet: "Bei ihm ist alles in Ordnung. Er arbeitet. Seine Frau ist bei ihm." Die Frage einer russischen Staatsbürgerschaft stelle sich aktuell jedoch nicht.

Auf der Flucht gestrandet

Snowden hatte 2013 mit Tausenden streng geheimen Dokumenten die Massenüberwachung der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) und des britischen Abhördienstes GCHQ enthüllt. Auf der Flucht über Hongkong wollte er laut eigener Aussage nach Ecuador fliegen, strandete aber am Moskauer Flughafen - nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland.

Während seine Anhänger ihn feiern, werfen die USA dem IT-Spezialisten Spionage und die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Snowden hat erklärt, er würde gern in die Vereinigten Staaten zurückkehren, jedoch nur unter der Bedingung, dort ein faires Verfahren zu bekommen. Im August deutete US-Präsident Donald Trump recht vage eine mögliche Begnadigung Snowdens an. Wo genau dieser sich heute in Russland aufhält, ist nicht öffentlich bekannt.

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jj/uh (dpa, afp)

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