DW-TV-Reihe „wildfremd“ für Grimme-Preis nominiert | Unternehmen | DW | 25.01.2008
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Unternehmen

DW-TV-Reihe „wildfremd“ für Grimme-Preis nominiert

Achtteilige Serie des deutschen Auslandsfernsehens über junge Einwanderer in Deutschland als Video-on-demand abrufbar.

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Zum Beispiel Amir Idrissou Traoré aus Togo: Protagonist der DW-TV-Reihe "wildfremd"

Die von DW-TV produzierte Dokumentationsreihe „wildfremd – Junge Einwanderer in Deutschland“ wurde für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Die Jury nahm die achtteilige Doku-Serie des deutschen Auslandsfernsehens in der Kategorie Information und Kultur (Serien und Mehrteiler) in die Vorauswahl. Die Auszeichnungen im Rahmen des Adolf-Grimme-Preises werden am 19. März in Düsseldorf bekanntgegeben und am 4. April 2008 in Marl überreicht.

DW-TV hatte die Reihe im Herbst 2007 auf Deutsch, Englisch und Spanisch weltweit ausgestrahlt. Frauke Sandig und die Autoren Irene Langemann, Hanne Schön und Timur Diehn haben fünf junge Einwanderer aus verschiedenen Nationen und Kulturen über ein Jahr lang auf ihrem Weg nach Deutschland und beim Versuch, hier Fuß zu fassen, begleitet. Die Serie erzählt – filmisch parallel montiert – von Menschen, deren Wunsch es ist, sich dauerhaft und legal in Deutschland niederzulassen.


Es sind persönliche Beobachtungen und zum Teil dramatische Erlebnisse. Eine Langzeitbeobachtung über Aufbruch, Ankunft und das erste Jahr in Deutschland.


Das filmische Konzept
Zuwanderer kommen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland: weil ihre Qualifikation hier gefragt ist, weil sie sich eine neue, freiere Zukunft erhoffen, weil sie vor ihrem eigenen Regime ins Exil fliehen oder weil sie sich in Deutschland verliebt haben.

Welche Träume und Vorstellungen haben die neuen Bewohner vor ihrer Ausreise aus der Heimat? Welche Schwierigkeiten, welche Überraschungen finden sie bei ihrer Ankunft vor? Wie finden sie Wohnung, Arbeit und Freunde? Was unternehmen sie, um die deutsche Sprache zu lernen? Welche kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten nehmen sie wahr?

Fragen, denen DW-TV in der Reihe „wildfremd“ nachgeht. „Wir haben unsere Protagonisten schon vor ihrer Ausreise, noch in ihrem Heimatland, porträtiert.“, erläutert Regisseurin Frauke Sandig, „So wird auch deutlich, wie groß der Sprung in die fremde neue Welt für sie ist, und wie schwer es sein kann, das eigene Land, die Kultur, Freunde und Familie zurückzulassen.“

Die Protagonisten
Antisemitismus in Russland treibt Konstantin Kozakevich aus Moskau nach Deutschland. Der 27-jährige Jude ist Chorsänger. Auch der wirtschaftliche Aspekt spielt eine Rolle. Für Florina Mendoza aus Mexiko ist Deutschland das Land ihrer Träume. Sie kommt aus einem armen Dorf im Süden Mexikos. Als mixtekische Indianerin wird sie in Mexiko diskriminiert. Amir Idrissou Traoré aus Togo ist 17, spielt leidenschaftlich gern Fußball, hört Eminem und mag Hamburger. Ein ganz normaler Jugendlicher? Amir ist einer von geschätzten 10.000 Flüchtlingskindern und -jugendlichen, die in Deutschland leben.


Rashin Mehldau, 31, kommt aus dem Iran. Ohne elterliche Unterstützung hat sie es geschafft, in Teheran bei einer französischen Ölfirma als Fremdsprachensekretärin zu arbeiten. Sie ist offen und kommunikativ, eine typische Vertreterin der jungen gebildeten Generation. Leicht, sich in Deutschland zu etablieren und zu integrieren fällt es auch dem 23-jährigen Yang Guang Yong aus China nicht. Der junge Koch kommt auf Empfehlung eines Freundes nach Deutschland. Am Bodensee soll er in einem China-Restaurant arbeiten…

„Es war nicht immer leicht, die Ausreisewilligen in ihren Ländern aufzuspüren“, so die Regisseurin. „Aber wir haben mit unseren Protagonisten viel Glück gehabt. Alle waren bereit, ihre Geschichten sehr persönlich und sehr offen zu erzählen. Wir durften auch in schwierigen Situationen mit der Kamera dabei sein.“

25. Januar 2008
09/2008

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