DW: Berichterstattung künftig aus Lettland nach Schließung des Moskauer Studios | Presse | DW | 08.03.2022
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Presse

DW: Berichterstattung künftig aus Lettland nach Schließung des Moskauer Studios

Nach der Schließung ihres Studios in Moskau und des Entzugs der Presseakkreditierung der Mitarbeitenden durch die russische Regierung verlegt die Deutsche Welle (DW) ihre dortige Berichterstattung nach Lettland.

Eingang zum DW-Studio in Moskau, das am 4. Februar geschlossen wurde

Eingang zum DW-Studio in Moskau, das am 4. Februar geschlossen wurde

In der Hauptstadt Riga wird in den kommenden Wochen die Infrastruktur für den Sendebetrieb eingerichtet. Leiter des DW-Auslandsstandorts bleibt Juri Rescheto, bislang DW Moscow Bureau Chief.   

DW-Intendant Peter Limbourg: "Wir werden weiterhin alles technisch und organisatorisch Mögliche tun, um unser Publikum in Russland und weltweit mit wichtigen Informationen zu versorgen. Wir setzen weiterhin auf eine unabhängige, objektive Berichterstattung. Auch wenn unser Internetauftritt und die meisten Sozialen Medien von der Regierung Putin in den vergangenen Tagen blockiert wurden, gibt es für interessierte Menschen in Russland vielfältige Wege der Zensurumgehung."

DW-Chefredakteurin Manuela Kasper-Claridge: "Aus Deutschland, der Ukraine, den europäischen Nachbarländern und nun bald auch von Riga aus informieren wir unser Publikum in Russland umfassend und nachhaltig über den Krieg in der Ukraine. Lettland bietet die geografische Nähe zu Russland, und die lebendige Medienlandschaft in den Ländern des Baltikums schafft jetzt optimale Bedingungen für unser Team und die Berichterstattung."

Russland | DW-Studio Moskau | Juri Rescheto

Juri Rescheto bleibt auch in Riga Leiter des DW-Studios.

Am 3. Februar 2022 hatte Russlands Regierung der DW ein Sendeverbot erteilt. Als Grund nannte sie das Verbot des deutschsprachigen Programms ihres Staatssenders RT durch die deutschen Landesmedienanstalten. Am Folgetag mussten die Mitarbeitenden des DW-Studios in Moskau ihre Presseakkreditierungen abgeben. Das russische Außenministerium kündigte zudem ein Prüfungsverfahren an, ob die DW als ausländischer Agent eingestuft werden sollte.  

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