DW Akademie in Uganda | Afrika | DW | 14.05.2019
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Afrika

DW Akademie in Uganda

Ziel der DW Akademie in Uganda ist, junge Menschen zu unterstützen, sich über Medien an gesellschaftliche Debatten zu beteiligen. Mit Women@Web sollen Frauen befähigt werden, sich im Netz vor Cyberattacken zu schützen.

Nach Niger ist Uganda das Land mit der zweitjüngsten Bevölkerung der Welt. Fast 80 Prozent der Menschen sind jünger als 30 Jahre. Die Medien gehen jedoch kaum auf die Informationsbedarfe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein und lassen sie auch nur unzureichend selbst zu Wort kommen. Besonders auf dem Land, wo über drei Viertel der Bevölkerung leben, haben junge Menschen nur sehr eingeschränkten Zugang zu Medien.

Unser Engagement

Ziel der DW Akademie in Uganda ist es, junge Menschen darin zu stärken, Medien kritisch zu nutzen und sich über für sie relevante Themen zu informieren. Darüber hinaus sollen sie sich aktiv und kompetent in Radioprogrammen und über soziale Medien zu ihren Belangen äußern und sich für ihre Belange öffentlich einsetzen. Medienschaffende und Medienhäuser werden für die Interessen der jungen Zielgruppe sensibilisiert.

Junge Menschen, vor allem in ländlichen Gegenden, werden in Zusammenarbeit mit einer ugandischen Medien-NRO und lokalen Radiosendern zu Bürgerreportern ausgebildet. Ausgestattet mit einfachen Mobiltelefonen, liefern sie den Sendern Bilder, Videos und Interviews aus ihren Gemeinden zu. Die Bürgerreporter stoßen damit öffentliche Debatten über Themen und Probleme an, die für Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem direkten Umfeld relevant sind. Durch einen Dialog mit lokalen Entscheidungsträgern führt das oft zu einer Verbesserung der eigenen Lebenssituation.

Viel Theorie, kaum Praxis: so lässt sich die Journalistenausbildung an ugandischen Universitäten beschreiben. Die DW Akademie unterstützt eine Medien-NRO in Uganda dabei, eine praxisorientierte Ausbildung für junge Medienmacher anzubieten, um sie für die Anforderungen des Arbeitsmarktes fit zu machen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Programmangeboten für junge Zielgruppen.

Fake news, Cybermobbing und Hasspropaganda im Internet erkennen und von verlässlicher Information unterscheiden: Medienkompetenz heißt hier das Schlüsselwort, vor allem für junge Menschen, die in sozialen Medien aktiv sind. Die DW Akademie unterstützt lokale Organisationen dabei, Multiplikatoren für Media and Information Literacy auszubilden. Sie sollen Jugendliche zu einem konstruktiven und aktiven Umgang mit Medien im digitalen Zeitalter befähigen.

Regionalprojekt Women@Web

Die Digitalisierung nimmt in Ostafrika zunehmend an Fahrt auf: Diese Entwicklung eröffnet Frauen noch nie dagewesene Möglichkeiten, sich auszudrücken und an gesellschaftlichen und entwicklungspolitischen Diskursen teilzunehmen. Gleichzeitig nimmt die Gewalt gegen Frauen im Internet dramatisch zu. Anfeindungen, sexuelle Degradierung, Cybermobbing: die meisten Frauen, die in Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda in sozialen Medien aktiv sind, erleben diese Art der öffentlichen Bloßstellung. Selbstzensur oder der vollständige Rückzug aus sozialen Netzwerken sind oft die Konsequenz. Es fehlen Strategien und funktionierende gesetzliche Regelungen zum Schutz von Frauen im Internet.

Im Rahmen des Projekts Women@Web werden in den Partnerländern Trainings zu digitaler Sicherheit und Medienkompetenz für Mädchen und Frauen durchgeführt. Die DW Akademie unterstützt darüber hinaus zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich öffentlich für die digitale Gleichberechtigung und eine stärkere Beteiligung von Frauen an Online-Diskussionen einsetzen. Frauen in Ostafrika können sich so besser vor digitalen Angriffen schützen und gegen Online-Gewalt aktiv werden.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Mirjam Gehrke

Entsandte Fachkraft Uganda: Miriam Ohlsen

Projektmanagerin Women@Web: Johanna Rieß

Einsatzorte: Kampala, Gulu, Jinja, Mbale, Wakiso

Partner vor Ort: Centre for Media Literacy and Community Development (CEMCOD),  Media Challenge Initiative (MCI)

Regionale Partner Women@Web: Collaboration on International ICT Policy in East and Southern Africa (CIPESA) (Uganda), Article 19 (Kenia), Acacia Book Café (Ruanda), Women@Web Tanzania

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, Media and Information Literacy/ Medienkompetenz, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, (lokale) partizipative Medienangebote und Bürgermedien, Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors.

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