DW Akademie in Myanmar | Asien | DW | 05.06.2018
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Asien

DW Akademie in Myanmar

Seit 2018 reflektieren die Konzepte der DW Akademie den Übergang von der Diktatur zur Demokratie und die Neufindung der Rolle und Verantwortung von Journalisten und Akteuren der Zivilgesellschaft in diesem Prozess.

Nach jahrzehntelanger politischer und wirtschaftlicher Isolation erlebt Myanmar seit 2011 einen dynamischen Reformprozess, von dem auch der Mediensektor profitiert: Die Zensur der Presse wurde offiziell beendet. Seit 2013 durften wieder private Tageszeitungen erscheinen. Journalisten erhielten die Erlaubnis, sich in Verbänden zusammenzuschließen. Neue Mediengesetze ermöglichten institutionelle Reformen im Mediensektor und schufen die Grundlage für private Hörfunk- und TV-Sender sowie einen beispiellosen Boom mobiler digitaler Kommunikation und sozialer Medien. Manche Hoffnung, die sich an die Öffnung und an den Wahlsieg der Opposition unter Führung von Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im November 2015 knüpfte, wurde allerdings enttäuscht. In den Augen vieler Journalistinnen und Journalisten und Vertreter der myanmarischen Zivilgesellschaft haben die Medienreformen in dem südostasiatischen Land nach dem Machtwechsel an Tempo verloren.


Unser Engagement
Die DW Akademie unterstützt seit 2014 den Aufbau des Myanmar Journalism Institute (MJI) als ein nationales Exzellenz-Zentrum für die journalistische Aus- und Fortbildung. Sie begleitet den myanmarischen Presserat (MPC) als zentralen institutionellen Akteur für Media Accountability, also für die gemeinsame Verantwortung von Medien, Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen für den demokratischen Prozess. Hierzu zählen auch neue Projektvorhaben zum Thema Medienkompetenz (Media and Information Literacy/MIL). Den Reformprozess des Staatssenders Myanma Radio and Television (MRTV) berät die DW Akademie seit 2013. Im Mittelpunkt steht dabei die Dezentralisierung des Programmangebots und der redaktionellen Strukturen. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist ein Kooperationsprojekt zwischen MRTV und ethnischen Medien zum Austausch digitaler Inhalte über eine Webplattform. Als ein gemeinsames Pilotprojekt der DW Akademie und der Regierung ging im Februar 2018 in Htan Tabin das erste Bürgerradio Myanmars auf Sendung.


Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanager: Eva Mehl

Entsandte Fachkräfte: Isabella Kurkowski und Thomas Bärthlein

Einsatzorte: Yangon, Htan Tabin

Partner vor Ort:Myanmar Journalism Institute (MJI), Myanma Radio and Television (MRTV), Myanmar Press Council (MPC), Khayae FM / VDC Federation, Independent Ethnic Media Alliance (IEMA), Myanma Fifth Estate (MFE)

Schwerpunkte: Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, Qualifizierung, Gesellschaftliche Teilhabe und Bürgermedien, Entwicklung und Stärkung öffentlich-rechtlicher Medien, Medienselbstregulierung und journalistische Ethik, Journalismusausbildung und Curriculaentwicklung, Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit (Media Viability), Media and Information Literacy (MIL)

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