DW Akademie in Mexiko | Lateinamerika | DW | 11.06.2020
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Lateinamerika

DW Akademie in Mexiko

Die DW Akademie unterstützt in Mexiko mutigen Journalismus. Sie fördert Organisationen, die sich den Schicksalen der verschwundenen Menschen in dem Land widmen.

Mexiko | Journalismus | Lokalmedien | Periodistas de a Pie

Journalistinnen und Journalisten der zwölf Lokalmedien des Netzwerkes Periodistas de a Pie, das die DW Akademie unterstützt.

Die Zahl der Toten geht in die Hunderttausende, mindestens 60.000 Menschen gelten als vermisst: Der Drogenkrieg hat Mexiko verändert und es zu einem der gefährlichsten Länder für kritische Journalistinnen und Journalisten gemacht. Die Organisation Amerikanischer Staaten warnt darum vor dem Entstehen weiterer „zonas silenciadas“ – Gebieten, in denen Angst herrscht und in denen es darum keine freie Berichterstattung mehr gibt. Die Menschen dort erfahren nicht mehr, was um sie herum passiert. Aber es gibt auch Anlass zur Hoffnung: Neue digitale Medien treten dem Schweigen entgegen. Und Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler engagieren sich dafür, dass das Schicksal der Verschwundenen nicht vergessen wird. 

Unser Engagement

Die DW Akademie fördert über ihren Partner Periodistas de a Pie ein Netzwerk aus jungen digitalen Lokalmedien, von denen einige dort weiterarbeiten, wo andere Medien aufgegeben haben. Die nachhaltige Stärkung dieser unabhängigen Stimmen ist unsere Antwort auf die akute Bedrohung der Pressefreiheit und zielt darauf ab, Freiräume für die Berichterstattung auszubauen. Medien, die in einem Umfeld alltäglicher Gewalt arbeiten, benötigen mehr als nur vereinzelte Sicherheitstrainings. Die DW Akademie setzt auf eine umfassende journalistische Stärkung, neue Netzwerke und Finanzierungsquellen sowie eine vertrauensvolle und enge Beziehung zum Publikum. All das ist ein Beitrag zu Stabilität und Sicherheit. Ziel ist es, die Relevanz der Medien zu erhöhen und die Berichterstattung zu Menschenrechtsthemen auszubauen.

In Zusammenarbeit mit Medien und Zivilgesellschaft leisten wir außerdem einen Beitrag zur Diskussion über verschwundene und entführte Menschen. Unser Partner Técnicas Rudas arbeitet eng mit Angehörigen-Organisationen zusammen, die sich unter oft schwierigsten Bedingungen auf die Suche nach Verwandten machen. Técnicas Rudas dokumentiert Fälle, systematisiert Informationen und macht sie der Bevölkerung zugänglich. Die erhobenen Daten sollen es erleichtern, Beziehungen zwischen einzelnen Fällen herzustellen und so zu ihrer Aufklärung beizutragen. Medienschaffende und Kreative entwickeln in innovativen „Labs“ neue Narrative, um das Phänomen der Verschwunden zu einem breit diskutierten gesellschaftlichen Thema zu machen und Bürgerinnen und Bürger darüber aufzuklären.  

Mexiko ist seit dem Jahr 2020 Fokusland der DW Akademie. Über eine Regionalkomponente ist das Programm mit den Nachbarländern Guatemala, El Salvador und Honduras verbunden.

 

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 

Projektmanagerin: Julia Manske 

Partner vor Ort:Periodistas de a PieTécnicas Rudas 

Einsatzorte: Mexiko Stadt, Puebla, Jalisco, Chiapas, Guerrero  

Schwerpunkte: Media Viability, Professionalität und Nachhaltigkeit des Mediensektors, gesellschaftliche Teilhabe, Sicherheit für Journalistinnen und Journalisten

 

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