DW Akademie in Marokko | Nahost/Nordafrika | DW | 24.05.2018
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Nahost/Nordafrika

DW Akademie in Marokko

Medienschaffende in Marokko arbeiten in einem Spannungsfeld von nominell geschützter Pressefreiheit durch die Verfassung und staatlicher Kontrolle. Die DW Akademie unterstützt Journalisten durch Aus- und Fortbildung.

Marokko ist eine Gesellschaft im Wandel mit starken Gegensätzen, zum Beispiel zwischen städtischen und ländlichen Gebieten oder zwischen konservativen und liberalen Milieus. Die Regierung schafft insgesamt ein Umfeld, in dem das Land umfassend mit Medienangeboten versorgt werden kann. Offiziell herrscht Meinungs- und Pressefreiheit. Doch zugleich greift der Staat an vielen Stellen in die Arbeit der Medien ein. So geben Regulierungsbehörden die Nachrichtenauswahl teilweise vor, und der Staat belässt es bei dehnbaren Gesetzen, die Journalisten mit Geld- und Gefängnisstrafen bedrohen. Kritische Themen sind das Königshaus, der Islam, die Westsahara-Politik sowie Terrorismus. In den vergangenen Jahren versuchten Journalisten immer wieder, Grenzen auszudehnen und Freiräume zu erschließen. So erschienen beispielsweise Berichte über Korruptionsaffären, in die auch Mitglieder des Königshauses verwickelt waren, aufgedeckt durch junge Online-Medien.


Unser Engagement
Die DW Akademie arbeitet seit 2012 regelmäßig in Marokko. Von 2014 bis 2017 unterstützte sie das staatliche Institut Supérieur de l'Information et de la Communication (ISIC) bei der Modernisierung des Curriculums. Beratungen am ISIC hatten die Schwerpunkte "Praxis in der Lehre", "Didaktik und Methodik" und "Strategieentwicklung". Im Herbst 2015 organisierte die DW Akademie mit dem ISIC eine internationale Hochschulkonferenz zum Thema "Journalistik in der arabischen Welt". Von 2014 bis 2016 arbeitete die DW Akademie im Rahmen mehrerer AA-finanzierter Projekte mit privaten marokkanischen Regionalradios zusammen (Medina FM, Radio Plus, Cap Radio). Ziel war die Stärkung der regionalen Berichterstattung. Ab 2018 plant die DW Akademie in Marokko Capacity Building für ausgewählte Digitalmedien sowie den Aufbau von Strukturen zur Vermittlung von Medienkompetenz.


Mittelgeber: Auswärtiges Amt (AA)

Ansprechpartner: Bernd Rößle

Einsatzorte: Casablanca, Rabat

Partner vor Ort: ISIC

Schwerpunkte: Qualifizierung, Professionalität im Journalismus

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