DW Akademie in Marokko | Nahost/Nordafrika | DW | 15.10.2018
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Nahost/Nordafrika

DW Akademie in Marokko

Medienschaffende in Marokko arbeiten in einem Spannungsfeld von nominell geschützter Pressefreiheit durch die Verfassung und staatlicher Kontrolle. Die DW Akademie unterstützt Journalisten durch Aus- und Fortbildung.

Marokko ist eine Gesellschaft im Wandel mit starken Gegensätzen, zum Beispiel zwischen städtischen und ländlichen Gebieten oder zwischen konservativen und liberalen Milieus. Die Regierung schafft insgesamt ein Umfeld, in dem das Land umfassend mit Medienangeboten versorgt werden kann.

Offiziell herrscht Meinungs- und Pressefreiheit. Doch zugleich greift der Staat an vielen Stellen in die Arbeit der Medien ein. So belässt er dehnbare Gesetzesvorschriften  in Kraft, die Journalisten mit Geld- und Gefängnisstrafen bedrohen. Kritische Themen sind das Königshaus, der Islam, die Westsahara-Politik sowie Terrorismus. Dennoch versuchten in den vergangenen Jahren Journalisten immer wieder, Grenzen auszudehnen und Freiräume zu erschließen. Es kommt aber auch immer wieder zu Prozessen gegen Journalisten, z.T. mit fragwürdigen Anschuldigungen.  

Gerade Online-Medien kämpfen ständig um ihre Existenz. Werbeaufträge werden – von Unternehmen, aber auch vom Staat – als Druckmittel eingesetzt, um Treue und Ergebenheit zu sichern. Daneben fehlt es an alternativen Wirtschaftsmodellen, die unabhängigen Qualitätsjournalismus fördern können.

Unser Engagement

Die DW Akademie arbeitet seit 2012 regelmäßig in Marokko. 2018 unterstützt sie eine Reihe von Online-Medien: Redakteur/innen und Kameraleute werden zum Thema Videoproduktion trainiert, Manager zu Finanzthemen beraten.  Zudem werden Multiplikatoren von Bürgerradios zu Themen der media and information literacy fortgebildet.

Von 2014 bis 2017 unterstützte die DW Akademie das staatliche Institut Supérieur de l'Information et de la Communication (ISIC) bei der Modernisierung des Curriculums. Von 2014 bis 2016 arbeitete die DW Akademie, ebenfalls im Rahmen mehrerer AA-finanzierter Projekte, mit privaten marokkanischen Regionalradios zusammen (Medina FM, Radio Plus, Cap Radio). Ziel war die Stärkung der regionalen politischen Berichterstattung.

Mittelgeber: Auswärtiges Amt (AA)

Ansprechpartner: Bernd Rößle

Einsatzorte: Casablanca, Rabat

Partner vor Ort: u.a. Médias24, Febrayer, Telquel, Panorapost, Mowatine, Yabiladi

Schwerpunkte: Professionalität im Journalismus, Media Viability

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