DW Akademie in Kolumbien | Lateinamerika | DW | 04.06.2018
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Lateinamerika

DW Akademie in Kolumbien

Die DW Akademie unterstützt in Kolumbien Initiativen, die darauf ausgerichtet sind, die Medienvielfalt zu stärken.

Nach Jahrzehnten des bewaffneten Konflikts zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Guerillas und rechtsextremen Paramilitärs ist das Recht auf freie Meinungsäußerung in Kolumbien auf vielfache Weise eingeschränkt. Polarisierung, Ausgrenzung und sprachliche Erniedrigung des jeweiligen Gegners sind an der Tagesordnung. Medienschaffende werden von illegalen, bewaffneten Gruppen bedroht, sobald sie zu heiklen Themen recherchieren. Einige selektive Morde reichen aus, um ganze Berufsgruppen einzuschüchtern. Die einflussreichsten Medien befinden sich in den Händen einiger weniger Großkonzerne und sind eng mit wirtschaftlichen Interessen verflochten. Kolumbien zählt zu den Ländern mit besonders hoher Konzentration des Medienbesitzes. Angehörige ethnischer Minderheiten dagegen sind in den Medien kaum repräsentiert.

Unser Engagement

In Kolumbien unterstützt die DW Akademie Medien und Bürgerinitiativen bei der Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen während des bewaffneten Konflikts. Was ist wirklich geschehen und wie lässt sich verhindern, dass sich die Schrecken der Vergangenheit wiederholen? Die DW Akademie bringt Akteure aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft an einen Tisch: Bürgermedien und Journalistenorganisationen, Opferverbände, Universitäten und ethnische Minderheiten.

Darüberhinaus arbeitet die DW Akademie mit Initiativen zusammen, die darauf ausgerichtet sind, die Medienvielfalt zu stärken. So wird beispielsweise der Aufbau eines indigenen Medienzentrums im Departement Cauca gefördert, einem der Brennpunkte der bewaffneten Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte. Damit wird das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit einer ausgegrenzten ethnischen Minderheiten gestärkt.

Die Aufarbeitung von Konflikten der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit ist eine zentrale Herausforderung für Journalisten und Medien in Kolumbien. Die größte Zahl an Opfern hat das Departement Antioquia mit seiner Hauptstadt Medellín zu verzeichnen.

Hier unterstützt die DW Akademie lokale Medien und Opferinitiativen bei der Erinnerungsarbeit. Geplant ist ein Kompetenzzentrum für Journalismus und Aufarbeitung an der öffentlichen Universidad de Antioquia.

 

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanager: Matthias Kopp

Entsandte Fachkräfte: Der Länderkoordinator der DW Akademie hat seinen Sitz in Medellín und ist dort Gastdozent an der Universidad de Antioquia.

Einsatzorte: Medellín, Bogotá, Barranquilla y Popayán.

Partner vor Ort: Consejo de Redacción (CdR), Universidad de Antioquia (UdeA), Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC), Radio Vokaribe

Schwerpunkte: Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Gesellschaftliche Teilhabe, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, partizipative Medienangebote, Journalismusausbildung, konfliktsensitive Berichterstattung, Netzwerke im Journalismus, Aufarbeitung der Vergangenheit.

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