DW Akademie in Kirgisistan | Europa/Zentralasien | DW | 24.05.2018
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Europa/Zentralasien

DW Akademie in Kirgisistan

Die DW Akademie unterstützt mit ihren Projekten in Kirgisistan besonders die Bürgermedien und die Journalist/innen an der kirgisisch-tadschikischen Grenze.

Kirgisistan nimmt unter den zentralasiatischen Ländern die Spitzenposition auf der Liste von "Reporter ohne Grenzen" ein. Es belegt Platz 89. Das spricht – besonders im regionalen Vergleich – für einen hohen grundsätzlichen Stellenwert der Pressefreiheit im Land. Allerdings wird sie in einzelnen Bereichen noch stark eingeschränkt: Unzureichend ist unter anderem der rechtliche Schutz von Journalistinnen und Journalisten.

Unser Engagement

Die DW Akademie professionalisiert die 27 Bürgermedien des Landes und stärkt sie in ihrer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, ebenso wie in der Entwicklung ausgewogener und zielgruppenorientierter Informationsangebote. Ziel dieses Projekts ist es, der mangelnden Informationsversorgung der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten Kirgisistans entgegenzuwirken und die Interessen und Belange dieser Menschen in den Medien ausreichen zu präsentieren. Die Bürgerjournalistinnen und -journalisten erhalten eine Ausbildung, die ihnen ermöglicht, ihre Kommunen mit Informationen zu versorgen.

Der Ausbau des Journalist/innen-Netzwerks an der kirgisisch-tadschikischen Grenze soll es der ländlichen Bevölkerung beider Länder erleichtern, ausgewogene Informationen zu erhalten. Darüber hinaus sollen Konflikte zwischen den Menschen in der Grenzregion abgebaut werden. Das Projekt verbessert durch gemeinsame Diskussionsveranstaltungen den Kontakt der tadschikischen und kirgisischen Journalist/innen zur lokalen Bevölkerung. So können die Medienschaffenden ihre konfliktsensiblen, grenzübergreifenden Co-Produktionen stärker an ihrem Publikum ausrichten.

Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist es eine große Herausforderung, zwischen Propaganda und verlässlichen Informationen zu unterscheiden. Um die Medienkompetenzen junger Bürgerinnen und Bürger zu stärken, arbeitet die DW Akademie daran, an ausgewählten Pilotschulen "Media and Information Literacy" (MIL) in die Lehrpläne der 5. bis 11. Klasse zu integrieren. Kindern und Jugendlichen erhalten in Medien-Clubs, Camps und Online-Kursen außerdem die Möglichkeit, über den Unterricht hinaus zu lernen – zum Beispiel indem sie eigene Beiträge produzieren. Dabei sollen sie auch Resilienz gegenüber Hetze, Desinformation und Meinungsmache entwickeln.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Lydia Rahnert

Einsatzorte: Bischkek, Duschanbe

Partner vor Ort: Vereinigung der Bürgermedien Kirgisistans, Media Development Center Public Foundation (MDC PF), Media Support Center Foundation, Nationale Vereinigung Unabhängiger Massenmedien Tadschikistans (NANSMIT), Public Broadcast Company (KTRK), Friedrich-Ebert-Stiftung, Kloop.kg, Internews

Schwerpunkte: Qualifizierung, Professionalität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Mediensektors, Gesellschaftliche Teilhabe, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, (lokale) partizipative Medienangebote und Bürgermedien, Media and Information Literacy (MIL)

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