DW Akademie in Ghana | Afrika | DW | 16.05.2019
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Afrika

DW Akademie in Ghana

Wir qualifizieren Journalisten für faktenbasierte Berichterstattung, befähigen junge Menschen zu einem kritischen Medienkonsum und fördern den Dialog zwischen Medien, Zivilgesellschaft und politisch Verantwortlichen.

Den Einkauf am Straßenstand mit dem Smartphone bezahlen, im Netz surfen mit 4G – die fortschreitende Digitalisierung bietet auch in Ghana neue Chancen. Zugleich verändert sich der Medienkonsum rasant: Bei der täglichen Mediennutzung junger Menschen haben Online-Medien nach einer aktuellen repräsentativen Studie der DW Akademie inzwischen das Radio überholt – und das selbst in ländlichen Regionen. Auch soziale Medien werden als Informationsquelle immer wichtiger.

Diese Entwicklung stellt die Medienbranche vor große Herausforderungen und verlangt von Journalistinnen und Journalisten neue digitale Qualifikationen, besonders für Recherche und Faktencheck. Auch Mediennutzerinnen und -nutzer benötigen neue Kompetenzen, um sich kritisch mit Medieninhalten auseinanderzusetzen. Immer mehr Falschmeldungen und Gerüchte kursieren im Internet. Cyber-Bullying und Hasssprache nehmen zu. Die Sensibilität für diese Gefahren ist in Ghana schwach ausgeprägt. Medienkompetenz wird bislang kaum vermittelt.

Ghana belegt aktuell Platz 27 auf der Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" (2018: Platz 23). Journalistinnen und Journalisten wurden 2018 häufiger als in den Vorjahren bedroht, vereinzelt auch tätlich angegriffen. Der Zugang zu Informationen öffentlicher Behörden ist für Medien und Bürgerschaft sehr unzureichend, obwohl dieses Recht seit vielen Jahren in der Verfassung verankert ist. Das Parlament hat mit den Stimmen der Regierungsmehrheit im März 2019 ein Informationsfreiheitsgesetz verabschiedet, das den Rechtsanspruch genauer regeln soll. Es soll 2020 in Kraft treten. Ob es dafür sorgen kann, dass die Behörden transparenter kommunizieren, bleibt abzuwarten.

Unser Engagement

Ziel der DW Akademie in Ghana ist es, den öffentlichen Diskurs stärker auf die Grundlage einer faktenbasierten, ausgewogenen Berichterstattung zu stellen – und das nicht nur in der Hauptstadtregion Greater Accra, sondern auch in der Ashanti Region und der Northern Region. Das "National Film and Television Institute" (NAFTI) baut dazu mit Unterstützung der DW Akademie ein hochwertiges Fortbildungsangebot für Medienhäuser und Journalistinnen und Journalisten auf. Erstmals werden auch Trainings in den Regionalhauptstädten Kumasi und Tamale organisiert.

Zugleich benötigen Medien auch Rezipientinnen und Rezipienten, die journalistische Qualität erkennen und aktiv einfordern können. Deshalb unterstützt die DW Akademie die Nichtregierungsorganisation "Penplusbytes" (PPB) beim Aufbau eines Kompetenzzentrums für Media and Information Literacy (MIL). Junge Menschen sollen qualifiziert werden, damit sie eine kritische Haltung gegenüber Sensationsmedien und Fake News in sozialen Netzwerken einnehmen können.

Damit Journalistinnen und Journalisten jedoch überhaupt in der Lage sind, faktenbasiert berichten zu können, benötigen sie Zugang zu Informationen öffentlicher Behörden. Deshalb stärkt die "Media Foundation for West Africa" (MFWA) mit Unterstützung der DW Akademie in den genannten drei Regionen den Informationsaustausch zwischen den Distriktbehörden, den Medien und der Zivilgesellschaft.


Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Beate Weides

Einsatzorte: Accra (Greater Accra), Kumasi (Ashanti Region), Tamale (Northern Region)

Partner vor Ort: Penplusbytes,Media Foundation for West Africa , National Film and Television Institute(NAFTI),Joy FMCitiFMGhana Community Radio Network (GCRN), Coalition on the Right to Information (RTI Coalition), Youth Bridge FoundationCurious Minds,  University of Ghana,UNESCO Landesbüro in GhanaProgramm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Ghana

Schwerpunkte: Gesellschaftliche Teilhabe, Qualifizierung, Informationsfreiheit/Zugang zu Informationen öffentlicher Stellen, Professionalität und Netzwerke im Journalismus

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