DW Akademie in Georgien | Europa/Zentralasien | DW | 24.05.2018
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Europa/Zentralasien

DW Akademie in Georgien

Durch die Professionalisierung von Lokalmedien und Förderung inhaltlich relevanter Informationsangebote unterstützt die DW Akademie im Südkaukasus die gesellschaftliche Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

In fast allen Regionen Georgiens ist das Fernsehen die meist genutzte Informationsquelle. Gegenwärtig stehen die meisten Lokalsender jedoch finanziell und qualitativ vor großen Problemen. Hinzu kommt, dass die Sender wenig über die Interessen ihrer Zuschauer wissen und deshalb Schwierigkeiten haben, sie an sich zu binden.

Qualität und Überlebensfähigkeit von Lokalmedien sichern

Um die verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit hochwertigen und relevanten Informationen zu versorgen, arbeitet die DW Akademie gemeinsam mit verschiedenen georgischen Lokalsendern an ihrer Zuschauerbindung und qualitativen Berichterstattung. Durch Zuschauerbefragungen und Treffen von Redakteuren mit Bürgern werden Wünsche und Interessen des Publikums erfragt und in der Folge auch im Programm berücksichtigt. Darüber hinaus stärkt die DW Akademie die Lokalsender in den Bereichen Management, Marketing und Entwicklung nachhaltiger Geschäfts- und Finanzierungsstrategien durch Trainings und Beratungen.

Spannungen überwinden, Konflikte vermeiden

Im Südkaukasus gibt es anhaltende ethnische und religiöse Konflikte. Minderheiten begegnen in der breiten Öffentlichkeit immer wieder Vorurteilen, die in den nationalen Medien befeuert werden. Die daraus resultierende Isolation der Minderheiten, ganz besonders auf dem Land, führt zu Perspektivlosigkeit und bisweilen zu Radikalisierung – was wiederum die bestehenden Stereotypen zu bestätigen scheint.

In Georgien besteht außerdem ein gewaltiges Stadt-Land-Gefälle. Die Belange der Landbevölkerung und der ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten des Landes kommen in den nationalen Medien nur am Rande vor. Dies hat zur Folge, dass weite Teile der georgischen Bevölkerung in der medialen Öffentlichkeit massiv unterrepräsentiert und/ oder mit Stereotypen behaftet sind. 

Bürgermedien als Sprachrohr der Landbevölkerung

Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bürgermedien verfolgt die DW Akademie das Ziel, die Angelegenheiten benachteiligter Bevölkerungsgruppen angemessen darzustellen. Auf diesem Weg können die beteiligten Bürgermedien auch neue berufliche Perspektiven schaffen und Radikalisierung oder Konflikten entgegen wirken. Unabhängige, gut vernetzte und ausgebildete Bürgerjournalisten bieten Minderheiten und ländlichen Bevölkerungsgruppen einerseits die Möglichkeit, an für sie relevante Informationen zu gelangen; zudem können sich die betroffenen Gemeinden auch nach außen darstellen und so bestehende Vorurteile gegen sie auflösen. Die Vernetzung und qualitative Verbesserung des Bürgerjournalismus stellt daher für die ländliche Bevölkerung und ethnischen Minderheiten Georgiens eine Möglichkeit dar, die eigene Stimme hörbar zu machen und ihr Grundrecht auf Informationen einzufordern.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanagerin: Petra Raschkewitz

Einsatzorte: Tbilisi und ländliche Provinzen in ganz Georgien

Partner vor Ort: Network of Information Centers, Media Development Foundation

Schwerpunkte: Professionalisierung, gesellschaftliche Teilhabe, Lokalmedien, Bürgermedien, Media and Information Literacy, Netzwerk-Bildung, Journalistenausbildung.

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