DW Akademie in der Ukraine | Europa/Zentralasien | DW | 25.05.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa/Zentralasien

DW Akademie in der Ukraine

Die DW Akademie setzt sich in der Ukraine für Meinungsvielfalt und ausgewogene Berichterstattung ein, baut unter anderem den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf und qualifiziert Journalistinnen und Journalisten.

Die Ukraine hat sich 2018 in der Rangliste der Pressefreiheit von Reportern ohne Grenzen um einen Platz verbessert. Trotzdem kann man noch nicht von Medienpluralismus oder echter Pressefreiheit in der Ukraine sprechen. Fernsehen und soziale Netzwerke sind geprägt von russischer Propaganda und ukrainischer Gegenpropaganda. Die Umwandlung des staatlichen in einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist langwierig, alle sonstigen nationalen TV-Sender sind nach wie vor im Besitz ukrainischer Oligarchen. Die Selbstzensur ukrainischer Journalistinnen und Journalisten hat nach dem Mord am investigativen Journalisten Pawel Scheremt im Juli 2016 noch zugenommen.

In der Ukraine sind die Massenmedien nicht in der Lage, ihre Wächterrolle in der demokratischen Gesellschaft auszuüben. Folglich sind die Menschen dort häufig Opfer von Desinformation. Ihre Möglichkeiten, sich am öffentlichen Dialog zu beteiligen, sind stark eingeschränkt. Das Vertrauen der ukrainischen Bevölkerung in die nationalen Medien sinkt stetig. Angesichts dieses weitreichenden Versagens der "vierten Gewalt" erlangen zivilgesellschaftliche Akteure und Bürgerjournalist/innen besondere Bedeutung.

Unser Engagement

Mit Qualifizierungs- und Vernetzungsmaßnahmen leistet die DW Akademie gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen einen Beitrag zur Lösung der genannten Probleme in der Ukraine. Zusammen mit dem Medienverband "Independent Association of Broadcasters" (IAB) betreibt die DW Akademie seit 2014 die Ukrainian Media E-School (UMES) in Kiew. Hier können sich ukrainische Journalist/innen und Mediamanager/innen fortbilden. Seit 2017 steht der Medienmanagementkurs auch Medienschaffenden aus Ländern der Östlichen Partnerschaft offen. In enger Kooperation mit dem größten Nachrichtenportal der Ukraine "Ukrainska Prawda" betreibt die DW Akademie seit 2017 die Schule für Wirtschaftsjournalismus in Kiew. Gemeinsam mit der DW Akademie qualifiziert und vernetzt die Bürgerjournalisteninitiative "Nakipelo" aus Charkiw ukrainische Bürgerjournalisten und Bürgermedien als "vierte Gewalt". Mit der Akademie der Ukrainischen Presse fördert die DW Akademie im Südosten der Ukraine die Medienkompetenz der jungen Erwachsenen.

Außerdem begleitet die DW Akademie seit 2014 die Umwandlung des staatlichen Rundfunks in der Ukraine UA:PBC in eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt. Dies geschieht auf nationaler und regionaler Ebene. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk errichtet  die DW Akademie gemeinsam mit BBC Media Action und NIRAS ein crossmediales Nachrichtenzentrum. Es wird mit modernster Technik ausgestattet. Zudem berät die DW Akademie UA:PBC bei der Organisationsentwicklung, und hilft beim Aufbau einer Academy for Public Media, die Journalist/innen aus- und fortbildet. Die Europäische Kommission und das Auswärtige Amt fördern dieses Projekt.

Zusammen mit der GIZ und dem öffentlich-rechtlichen ukrainischen Rundfunk UA:PBC realisiert die DW Akademie das Projekt "Dezentralisierung, lokal erzählt". Ein neu entwickeltes Ländermagazin im Fernsehen informiert die Bevölkerung über das Thema Dezentralisierung. Die Beiträge stammen von den Regionalsendern in der Ukraine und beleuchten Aspekte wie Bildung, Gesundheit und Bürgerbeteiligung.

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Auswärtiges Amt (AA),  EU-Kommission (EU) und Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Ländermanager: Dr. Kyryl Savin

Einsatzorte: Kiew, Lwiw, Charkiw, Odessa, Dnipro, Tschekassy, Ternopil, südöstliche Gebiete der Ukraine

Partner vor Ort: Ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft UA:PBC, Independent Association of Broadcasters (IAB), Ukrainska Prawda, Bürgermedieninitiative "Nakipelo", Akademie der Ukrainischen Presse (AUP), Odessa ImpactHub, Alumni Verein UMES, Ukrainian Association of Press Publishers, Medien-NRO "Detektor Media", Association of Independent Regional Press Publishers, Ukrainische Katholische Universität (UCU)

Schwerpunkte: Qualifizierung und Ausbildung von Journalist/innen, Mediamanagement, Wirtschaftsjournalismus, Gesellschaftliche Teilhabe, (lokale) partizipative Medienangebote und Bürgermedien, Media and Information Literacy (MIL), Professionalität und Netzwerke im Journalismus

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links