Dunja Hayali erhält Bundesverdienstkreuz | Kultur | DW | 22.05.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ehrung durch Bundespräsident

Dunja Hayali erhält Bundesverdienstkreuz

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin wurde für ihr Engagement gegen Rassismus ausgezeichnet. Auch die Schriftstellerin Juli Zeh und Netzaktivist Hannes Ley wurden vom Bundespräsident geehrt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Dunja Hayali bei der Verlehung des Verdienstordens (picture-alliance/dpa/W. Kumm)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Dunja Hayali

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag (22. Mai 2018) in einer feierlichen Zeremonie im Schloss Bellevue 24 Männer und Frauen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Unter den Preisträgerinnen war auch die Moderatorin Dunja Hayali. "Wir brauchen Journalistinnen und Journalisten mit Handwerkszeug und Ethos", sagte Steinmeier bei dem Festakt.

Die engagierte Journalistin und frühere DW-Mitarbeiterin setzt sich in ihren Beiträgen und Reden immer wieder mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auseinander. "Als Betroffene zeigt sie damit eindringlich, dass Hass in der politischen Auseinandersetzung nicht tatenlos hingenommen werden muss", so Steinmeier in seiner Laudatio.

Das Bundesverdienstkreuz erhielten in diesem Jahr auch die Schriftstellerin Juli Zeh ("Unterleuten", "Adler und Engel"), die sich immer wieder in politisch brisante Debatten einmischt.

Autorin Juli Zeh (Thomas Müller)

Geehrt mit dem Bundesverdienstkreuz: Schriftsteller Julie Zeh mischt sich ein

24 ausgezeichnete Bürgerinnen und Bürger

Jüngster Preisträger diesmal ist der 20-jährige Felix Finkbeiner aus Bayern, der schon als neunjähriger Schüler mit Unterstützung seiner Familie die weltweite Baumpflanz-Kampagne "Plant-for-the-Planet" als Kampf gegen den Klimawandel initiiert hat. Ebenfalls geehrt wurden Sabine und Daniel Röder aus Frankfurt am Main, Gründer der Bürgerinitiative "Pulse of Europe" (s. Bild unten). Unter den Ausgezeichneten ist auch Netzaktivist Hannes Ley. Er hat die Facebook-Gruppe #ichbinhier gegründet, die Debatten im Netz in konstruktive und sachliche Bahnen lenken will.

Eine Kundgebung der Bewegung Pulse of Europe am 23 April 2017 auf dem Roncalli Platz in Köln (Imago)

Initiative für eine starkes Europa: Pulse of Europe (hier in Köln)

Laut Bundespräsidialamt wurden diesmal Bürger im Alter zwischen 20 und 90 Jahren geehrt, die sich "in herausragender Weise für Freiheit und Demokratie und gegen Rechtextremismus und Gewalt" engagieren. 22 der 24 Ausgezeichneten kommen aus elf verschiedenen Bundesländern. Die Studentin Sophie Debrunner ist Schweizerin und Britin. Sie engagiert sich im Europäischen Jugendparlament, während sich die serbische Soziologin Sonja Licht seit mehr als 50 Jahren für Menschenrechte und Demokratie einsetzt.

Steinmeier sagte laut Redetext: "Wir brauchen Menschen, die Probleme nicht nur beklagen und darauf warten, dass 'der Staat' oder 'die Politik' sie lösen, sondern die selbst aktiv werden - ganz gleich, ob es um das Leben im eigenen Dorf geht oder um die Zukunft Europas". Anlass für die Verleihung ist der Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 1949, der sogenannte Verfassungstag.

pj/hm (dpa/AFP)