Dschihadisten töten vier Geiseln in Nigeria | Aktuell Welt | DW | 13.12.2019
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Westafrika

Dschihadisten töten vier Geiseln in Nigeria

Die Geiseln waren im Juli im nigerianischen Bundesstaat Borno von Dschihadisten des ISWAP entführt worden. Jetzt seien vier von ihnen hingerichtet worden, berichtet die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger.

Nigeria Baga | Truck des IS Gruppe (ISWAP) (Getty Images/AFP/A. Marte)

Fahrzeug des ISWAP - einer Splittergruppe der Milizen "Islamischer Staat und Boko Haram (Archivbild)

Die bewaffnete Dschihadisten-Gruppe habe insgesamt sechs Menschen im nordöstlichen nigerianischen Bundesstaat Borno am 18. Juli in ihre Gewalt gebracht. Die Entführungsopfer wollten humanitäre Güter in die krisengeschüttelte Region bringen, teilte die Aktion gegen den Hunger mit. Sie forderte die sofortige Freilassung der letzten noch lebenden Geisel.

Unter den Entführten waren eine Mitarbeiterin der Organisation, zwei Fahrer und drei Mitarbeiter des nigerianischen Gesundheitsministeriums. Eine der Geiseln war bereits im September getötet worden.

Nigeria | Flüchtlingslager in Pulko (Getty Images/AFP/S. Heunis)

7,1 Millionen Menschen in der Region sind auf humanitäre Hilfe angewiesen (Archivbild)

Nach der Entführung hatte ISWAP, der Westafrika-Ableger der Terrorgruppe "Islamischer Staat" und eine Splittergruppe der Extremistenmiliz Boko Haram, ein Video der Gruppe veröffentlicht.

Im Nordosten Nigerias gibt es seit zehn Jahren Kämpfe zwischen der Armee und mehreren islamistischen Gruppierungen. In dem Konflikt wurden laut einem aktuellen UN-Bericht rund 35.000 Menschen getötet, zwei Millionen weitere ergriffen die Flucht. Rund 7,1 Millionen Menschen sind in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen.

nob/jj (afp, rtr)

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Die Opfer des Boko-Haram-Terrors (29.07.2019)

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