Drei US-Bürger aus nordkoreanischer Haft entlassen | Politik | DW | 09.05.2018
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Vorbereitungen zum Gipfeltreffen

Drei US-Bürger aus nordkoreanischer Haft entlassen

Vor dem geplanten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un sind drei inhaftierte US-Bürger freigelassen worden - nach sanftem Druck, wie berichtet wird.

In Nordkorea inhaftierte US-Amerikaner Kim Dong Chul, left, Tony Kim und Kim Hak Song (picture alliance/AP Photo/Ahn Young-joon)

Im südkoreanischen Fernsehen war bereits Anfang Mai über die drei US-Bürger berichtet worden

Trump teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, die drei Männer befänden sich zusammen mit US-Außenminister Mike Pompeo auf dem Rückflug aus Nordkorea.

US-Regierungsvertreter hatten Nordkorea gedrängt

Die drei Freigelassenen "scheinen bei guter Gesundheit zu sein", schrieb Trump. Er berichtete zugleich von einem "guten Treffen" zwischen Pompeo und Kim. Der Ort und Termin des Gipfels seien dabei festgelegt worden. Nähere Angaben dazu machte er aber nicht. Südkoreanische Medien hatten am Montag berichtet, der Gipfel solle voraussichtlich Mitte Juni in Singapur stattfinden. Dabei wird es um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm gehen. US-Regierungsvertreter hatten Nordkorea gedrängt, vor dem Gipfel die US-Bürger als Zeichen guten Willens freizulassen. 

Pompeo war am Mittwoch zu einem vorab nicht angekündigten Besuch in Pjöngjang eingetroffen, um das Gipfeltreffen vorzubereiten. Es war bereits Pompeos zweiter Besuch in Pjöngjang innerhalb weniger Wochen, allerdings sein erster als Außenminister. Seine erste Visite hatte er noch als Chef des Geheimdiensts CIA unternommen. Pompeos Besuch war vorab nicht angekündigt worden. 

Die drei freigelassenen US-Bürger heißen Kim Hak Song, Kim Sang Duk und Kim Dong Chul . Kim Dong Chul, ein in Südkorea geborener US-Geistlicher, war 2015 in Nordkorea unter dem Vorwurf der Spionage verhaftet worden. Er wurde zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Kim Hak Song und Kim Sang Duk arbeiteten beide an der von evangelikalen Christen gegründeten Pjöngjang-Universität für Wissenschaft und Technologie. Ihnen wurden "feindliche Akte" zur Last gelegt.

fz/uh (afp, rtr)