Drei Männer angeklagt wegen Mordes an Bloggerin auf Malta | Aktuell Europa | DW | 06.12.2017
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Malta

Drei Männer angeklagt wegen Mordes an Bloggerin auf Malta

Ein Richter in Malta hat im Fall der getöteten Journalistin Daphne Caruana Galizia Mordanklage gegen drei Verdächtige erhoben. Die drei Männer hätten auf nicht schuldig plädiert, teilten Gerichtsvertreter mit.

Malta Verhaftungen nach Mord an Bloggerin (picture-alliance/AP)

Ein Verdächtiger wird von Polizisten zum Gericht in Valletta gebracht

Die drei Männer, darunter zwei Brüder, sollen den Anschlag mit einer Autobombe im Oktober ausgeführt haben. Das Trio muss nun in Untersuchungshaft. Das berichten lokale Medien in Malta unter Berufung auf das Gericht. Die drei weisen die Vorwürfe demnach zurück und plädieren auf nicht schuldig. Die 53-jährige Bloggerin Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober auf Malta durch eine Autobombe getötet worden. Am Montag waren zehn Verdächtige festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei sollen die restlichen sieben gegen Kaution freigelassen werden.

Die angeklagten Männer sollen polizeibekannt und schon in frühere Straftaten verwickelt gewesen sein. Dazu gehöre auch ein gescheiterter Banküberfall und ein versuchter Mord an einem Polizisten, wie die Zeitungen "The Malta Independent" und die "Times of Malta" berichten. Den Verdächtigen werde nun unter anderem vorgeworfen, Material für den Bombenbau und Waffen besessen zu haben. Der Mord an Daphne Caruana Galizia hatte das kleinste EU-Land geschockt und auch international Schlagzeilen gemacht.

Video ansehen 04:33
Jetzt live
04:33 Min.

Malta: Tod einer Journalistin

Die 53-Jährige war die bekannteste Investigativ-Journalistin Maltas und prangerte in ihrem Blog wiederholt Korruption und kriminelle Unterwanderung auf der Mittelmeerinsel an. Zuletzt beschäftigte sich Galizia mit den sogenannten Panama Papers. Dabei war sie möglichen Verbindungen zwischen Mitarbeitern der maltesischen Regierung, ausländischen Banken und Firmen in Steuerparadiesen nachgegangen. Zudem hatte sie über Offshore-Firmen von Regierungsmitarbeitern berichtet.

kle/rb (dpa, afp, rtre, ape)

 

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema