Donald Trumps Anwalt Giuliani positiv auf Corona getestet | Aktuell Amerika | DW | 07.12.2020
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COVID-19

Donald Trumps Anwalt Giuliani positiv auf Corona getestet

US-Präsident Donald Trump braucht seinen Anwalt gerade dringend. Rudy Giuliani soll Trumps "gestohlenen" Wahlsieg vor Gericht beweisen. Nun ist der New Yorker Ex-Bürgermeister positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Rudy Giuliani Anwalt Trump Rechtsberater

Trump-Anwalt und Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani

"Giuliani, bei Weitem der größte Bürgermeister der Geschichte von New York City, der unermüdlich gearbeitet hat, um die (mit Abstand!) korrupteste Wahl in der Geschichte der USA aufzudecken, wurde positiv auf das China-Virus getestet", schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter und fügte hinzu: "Werde schnell wieder gesund, Rudy, wir machen weiter!!!"

Der Rechtsanwalt und einstige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani führt Trumps Kampf gegen seine Abwahl bei der Präsidentschaftswahl an. Ob er Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufweist, wurde nicht offiziell bekannt gegeben. Die "New York Times" und der Sender ABC News berichteten am frühen Sonntagabend (Ortszeit), Giuliani sei in der Hauptstadt Washington in einem Krankenhaus. Bei einem Fernsehauftritt im US-Fernsehsender Fox News hatte er zuvor keine Anzeichen einer Krankheit gezeigt. Mit 76 Jahren gehört Giuliani jedoch der Hochrisikogruppe an. 

Mission Wahlsieg

Trump hat seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November immer noch nicht eingestanden. Er und Giuliani sprechen ohne Beweise von massivem Wahlbetrug. Wahlverantwortliche und Experten weisen die Vorwürfe entschieden zurück, das Trump-Lager ist mit zahlreichen Klagen gescheitert. Wenn sich sein juristisches Team an die Vorschriften hält, die für Kontaktpersonen eines Infizierten eine mindestens einwöchige Quarantäne vorsehen, dürfte dies die bislang erfolglosen Bemühungen im Kampf gegen Trumps Wahlniederlage weiter lähmen.

Im Auftrag des US-Präsidenten reist Giuliani seit Wochen durch die USA, um angeblichen Wahlbetrug in den Schlüsselstaaten anzuprangern. Bei zahlreichen Auftritten und mehrstündigen Anhörungen trug er keinen Mund-Nasen-Schutz.

Als Bürgermeister von New York war der Jurist hoch angesehen. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde er sogar als "Amerikas Bürgermeister" bezeichnet. Später wurde der 1944 im New Yorker Stadtteil Brookyln in eine italienische Einwandererfamilie geborene Giuliani zum loyalen Wegbegleiter Trumps.

gri/ust (dpa, afp, rtr)
 

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