Donald Trump lobt Italiens Anti-Flüchtlings-Politik | Aktuell Welt | DW | 30.07.2018
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Flucht und Migration

Donald Trump lobt Italiens Anti-Flüchtlings-Politik

Der Regierungschef aus Rom hat allen Grund zum Strahlen: Seine harte Haltung zu Migranten, die von vielen in der EU kritisiert wird, stößt im Weißen Haus auf Wohlgefallen. Der US-Präsident schießt Giftpfeile nach Berlin.

US-Präsident Donald Trump (Artikelbild, rechts) hat den italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte für dessen umstrittene Einwanderungspolitik gelobt. Er stimme sehr mit dem überein, was Conte in Bezug auf Migration sowie illegale und legale Einwanderung tue, sagte Trump bei einem Treffen mit dem Regierungschef aus Rom im Weißen Haus.

Conte habe eine sehr strikte Haltung beim Thema Grenzsicherung eingenommen. "Und ehrlich gesagt, machen Sie meiner Meinung nach das Richtige", sagte der US-Präsident. "Viele andere Länder in Europa sollten das auch tun." Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach Bundeskanzlerin Angela Merkel für deren aus seiner Sicht zu liberale Flüchtlingspolitik kritisiert.

Politik mit Mauern und Zäunen

Trump und Conte verfolgen beim Thema Einwanderung einen ähnlich harten Kurs. Unter Trump schotten sich die USA immer mehr ab und haben die Einwanderung massiv erschwert. Zuletzt stand der Republikaner vor allem wegen der Trennung von Familien in der Kritik, die illegal über die Grenze zu Mexiko in die USA gekommen waren. Ein großes Projekt, das Trump beharrlich verfolgt, ist die Errichtung einer Mauer, die diese Grenze sichern soll. Doch der Plan kommt bislang kaum voran.

Die Flüchtlingspolitik der neuen Regierung in Rom und allen voran des rechten Innenministers Matteo Salvini ist ebenso umstritten. Um den Druck auf andere EU-Staaten zu erhöhen, wurden in den vergangenen Wochen mehrfach Schiffe mit geretteten Migranten auf dem Meer blockiert - Hilfsorganisationen war die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt worden.

jj/nob (dpa, afp)

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