Dieter Hecking: ″Eine Riesenenttäuschung″ | Sport-News | DW | 02.04.2019
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Fußball

Dieter Hecking: "Eine Riesenenttäuschung"

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach entlässt seinen Trainer - aber erst zum Saisonende. Der Grund sei strategischer Natur, so Sportdirektor Max Eberl. Derweil wird über einen möglichen Nachfolger spekuliert.

Die jüngsten Rückschläge beim fünfmaligen deutschen Fußballmeister führen zu personellen Konsequenzen: Cheftrainer Dieter Hecking verlässt am Ende der laufenden Saison Borussia Mönchengladbach. Dies gab der fünfmalige deutsche Meister am Dienstag überraschend bekannt. "Ich habe Dieter diese Entscheidung bereits am Montag mitgeteilt. Sie ist strategischer Natur und für die Zukunft des Klubs ausgelegt", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Als möglicher Nachfolgekandidat geistert schon seit Tagen der Name Marco Rose durch den Borussia-Park. Der Trainer von RB Salzburg steht allerdings auch beim VfL Wolfsburg auf der Liste, wie Geschäftsführer Jörg Schmadtke am Dienstag bestätigte. "Es gibt nichts zu verkünden, es gibt gute Gespräche, aber keinen finalen Stand", sagte Eberl.

Nur ein Sieg aus den vergangenen sieben Partien

Hecking war seit Dezember 2016 im Borussia-Park tätig, sein Vertrag hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2020. Am vergangenen Samstag hatte die Borussia 1:3 bei Fortuna Düsseldorf verloren und eine katastrophale Vorstellung abgeliefert. In den letzten Wochen verspielten die Gladbacher ihren Champions-League-Platz und müssen auch um die Europa-League-Teilnahme fürchten. Eberl erklärte indes, die sportliche Situation habe nichts mit der Entscheidung zu tun.

Hecking reagierte enttäuscht, sah von einem sofortigen Rücktritt aber ab. "Solche Entscheidungen sind nie einfach zu akzeptieren. Das war eine riesige Enttäuschung. Nur: Wenn ein Max Eberl meint, er müsse eine neue Strategie wählen, ist das mehr als sein gutes Recht. Dann muss ich das akzeptieren", sagte der 54-Jährige. Der Ex-Profi und Junioren-Nationalspieler war zuvor beim VfL Wolfsburg, 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und Alemannia Aachen tätig gewesen.

sw/asz (sid, dpa)