Die Vermessung der Gefühle | DokFilm | DW | 16.12.2017
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DokFilm

Die Vermessung der Gefühle

Algorithmen und Roboter sollen menschliche Gefühle durchschaubar machen. Die Technik hat uns gläsern gemacht. Wo man ist, wohin man geht, was man kauft, das Internet weiß alles. Doch erkennt es, was die Menschen bewegt? Forscher suchen Antworten.

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Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, technisch lesbar zu machen, was die Menschen bewegt. Sie vermessen Mimik, Sprache und Gestik. Sie erschaffen Avatare, die einfühlsam auf echte Menschen reagieren und deren Emotionen deuten können. Die Dokumentation begibt sich auf eine Reise in die Welt der Gefühle und zeigt in Los Angeles, Boston und Berlin, was technisch möglich ist und welche Zukunftsvisionen die Forscher haben. Virtuelle Therapeuten unterstützen Psychologen schon heute bei der Diagnose von Depressionen und Traumata. Roboter mit empathischen Fähigkeiten assistieren Lehrern im Unterricht. Datenbrillen übermitteln in Echtzeit, wie sich ihr Träger gerade fühlt. Die permanente Selbstbeobachtung soll das persönliche Glück steigern. Doch was machen diese neuen, faszinierenden Möglichkeiten wirklich mit den Nutzern? Wie entschlüsseln Menschen die Sprache der Emotionen, und wie machen das die Maschinen? "Gefühlsnavi" oder Intuition: Worauf will der Mensch vertrauen? Der Wissenschaftsautor Ulrich Schnabel hat die Gefühlslandschaft der digitalen Welt für diese Dokumentation analysiert. Er zeigt auf, wie Algorithmen die Stimmung und das Liebesleben beeinflussen können und was Gefühle zur heiß begehrten Ware macht.