Die Synagoge mit der goldenen Kuppel | DokFilm | DW | 07.11.2019
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Die Synagoge mit der goldenen Kuppel

Ein Film über die wechselvolle Geschichte der "Neuen Synagoge" in Berlin. In der Pogromnacht 1938 wurde sie beschädigt, im Krieg fielen Bomben auf das Gebäude. Jetzt wird die einstige Schönheit des Baus durch Animationen und Fotos wieder erlebbar.

Video ansehen 07:53

Als die "Neue Synagoge" 1866 eingeweiht wurde, kam Preußens Ministerpräsident, der spätere Reichskanzler Bismarck, und war beeindruckt vom Bau mit der goldenen Kuppel. Die Synagoge erinnerte - ganz bewusst - an die spanische Alhambra. Ein Wunder der Baukunst und der Politik. Die "Neue Synagoge" war ein sichtbares Zeichen der Toleranz und Akzeptanz gegenüber Juden, ein Symbol für das Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinschaft.und doch gleichzeitig eine Provokation für Antisemiten: Die Hoffnung, in der deutschen Gesellschaft angekommen zu sein, zerbrach in der Pogromnacht am 9. November 1938. Erst in den 1990er Jahren wurde die Synagoge als "Centrum Judaicum" mit restaurierter Fassade und neugebauter Kuppel wieder aufgebaut, doch ohne ihr Herzstück - die große Hauptsynagoge. Hinter den verglasten, konservierten Ruinenteilen verbergen sich noch immer rätselhafte und unbekannte Geschichten, über die unter anderem der langjährige Direktor des Centrum Judaicum, Hermann Simon, und Ruth Winkelmann, ehemalige Schülerin der nahegelegenen Mädchenschule, berichten. Der Film erzählt von einer verschwundenen Kunstsammlung, von neu entdeckten Inschriften von NS-Gefangenen, von einer heimlichen Bar Mizwa unter den Augen der Nazis und von der Chuzpe ostdeutscher Juden und weitsichtiger SED-Genossen, die den vollständigen Abriss der Synagoge verhinderten.