Die Preise ziehen wieder an | Wirtschaft | DW | 13.12.2017
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Inflation

Die Preise ziehen wieder an

Nahrungsmittel, Mieten und vor allem Energie sind im November etwas teurer geworden. Das hat Einfluss auf die Inflationsrate. Die nähert sich nun wieder der Zielmarke der Europäischen Zentralbank an.

Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im November etwas gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Inflation 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Oktober hatte die Inflationsrate 1,6 Prozent betragen.

Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im November um 0,3 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. Höhere Preise waren bei Lebensmitteln zu verzeichnen, wenngleich der Anstieg schwächer als im Vormonat ausfiel. Dienstleistungen, wozu auch Mieten gezählt werden, verteuerten sich mit 1,5 Prozent unterdurchschnittlich stark.

Preistreiber Energie

Deutschland EZB Pressekonferenz Mario Draghi (Reuters/K. Pfaffenbach)

Freut sich über die steigende Inflation: Mario Draghi, Chef der EZB

Deutlich über dem Vorjahresniveau lagen im November die Energiepreise: Sie stiegen um 3,7 Prozent. Im Oktober 2017 hatte die Teuerungsrate für Energie noch bei 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gelegen. Im Vergleich zum November 2016 verteuerten sich vor allem Mineralölprodukte - die Preise für leichtes Heizöl stiegen um 15,1 Prozent, Kraftstoffe um 5,9 Prozent. Preiserhöhungen gab es auch beim Strom (2,0 Prozent). Lediglich Gas verbilligte sich um 1,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate den Statistikern zufolge im November etwas niedriger bei 1,7 Prozent gelegen. Die Teuerungsrate liegt nun wieder nahe am Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB): Sie strebt für die Euro-Zone Werte von knapp zwei Prozent an, die sie für die Konjunktur als ideal ansieht.

Die EZB will seit langem mit billigem Geld die Inflation wieder in den gewünschten Zielbereich steuern. Am Donnerstag wird EZB-Chef Mario Draghi über die nächsten Zinsschritte informieren. Angesichts der jüngsten Verlängerung des Anleihekaufprogramms erwarten Experten aber keine größeren Maßnahmen. 

nm/hb (afp, dpa, rtr)

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