″Die Politisierung der Medien bleibt eine große Herausforderung″ | DW Akademie | DW | 26.04.2018
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DW Akademie

"Die Politisierung der Medien bleibt eine große Herausforderung"

Peter Egielewa aus Nigeria hat das IMS-Programm 2016 abgeschlossen. Heute arbeitet er als Universitätsdozent, Kommunikationsdirektor und Zeitungsredakteur in seinem Heimatland.

Warum hast du dich für die Teilnahme am IMS-Programm entschieden?

2014 war ich dabei meine Doktorarbeit im Bereich "Kommunikation und Evangelisierung" in Frankfurt abzuschließen und wünschte mir tiefere Einblicke und Perspektivenvielfalt im Bereich internationaler Medien, Medienpraxis und Medienmanagement. Als ich erfuhr, dass das IMS-Programm solche Kurse anbietet, habe ich mich entschlossen, hieran teilzunehmen.  

 

Welchen Karriereweg hast du seit deinem Abschluss eingeschlagen?

Nach meinem Abschluss 2016 bin ich nach Nigeria zurück gegangen und im Jahr darauf habe ich begonnen an der Kommunikationswissenschaftlichen Fakultät der Edo Universität in Iamyo zu unterrichten. Außerdem bin ich Kommunikationsdirektor der katholischen Diözese der Stadt Auchi und Redakteur für eine katholische Zeitung.

 

Welche der im Programm erworbenen Fähigkeiten wendest du bei deiner Arbeit an?

Ich wende wirklich viele der im IMS-Programm erworbenen Fähigkeiten an – aus den Bereichen Redaktions- und Medienmanagement, Training für Führungskräfte, Nachrichtenredaktion und Newsroom-Management, Medien und Globalisierung sowie Statistik. Medienplanung ist zudem mit all seinen Dimensionen äußerst hilfreich, da ich derzeit ein Medienunternehmen manage.

 

Erzähle uns von deinen Erfahrungen, die du durch die Teilnahme am Studiengang International Media Studies gesammelt hast.

Neben den Kompetenzen, die ich im IMS-Programm erworben habe, konnte ich meine Wahrnehmung dafür schärfen, wie weltweite Ereignisse und die Rolle der Medien analysiert werden können. Dies verdanke ich der Berührung mit internationalen und aktuellen Trends der Medienpraxis, welche durch die Globalisierung angetrieben werden sowie Wissen darüber, wie Medien die Weltarena formen und deren Agenda beeinflussen.

 

Wie würdest du die aktuelle Mediensituation in deinem Heimatland beschreiben?

Mit über 100 Zeitungen, 50 TV-Sendern und 120 Radiosendern, von denen ein Großteil privat ist, verändert sich die nigerianische Medienlandschaft. Dennoch bestehen weiterhin Probleme, welche mit Armut, Mängeln im Straßennetz und Analphabetismus verbunden sind. Die Politisierung der Medien, verursacht durch den Finanzierungsdruck staatlicher Anzeigen, ist weiterhin eine große Herausforderung. Das 2011 in Kraft getretene Informationsfreiheitsgesetz spricht den Medien mehr Raum in der Ausübung ihrer Watchdog-Rolle zu, wodurch diese gestärkt wird.

 

Gibt es etwas, das du mit zukünftigen IMS-Studierenden und anderen Alumni teilen möchtest?

IMS-Studierende sollten die Intensität und internationale Atmosphäre des IMS-Programms nutzen, um zu lernen wie Medien auf lokaler und internationaler Ebene funktionieren.