Die Milchmädchenrechnung | Wort der Woche | DW | 12.10.2018
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Wort der Woche

Die Milchmädchenrechnung

Die Milchmädchenrechnung folgt ihren eigenen Rechenregeln. Wer sie aufstellt, ist vom Ergebnis fest überzeugt. Allerdings stimmt es am Ende doch nicht.

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Die Milchmädchenrechnung

„Ich kaufe Äpfel aus Argentinien, weil sie umweltbewusst angebaut wurden!“ – „Gestern bin ich zur Tankstelle im nächsten Ort gefahren. Dort kostete das Benzin zwei Cent weniger als bei der Tankstelle bei mir um die Ecke!“ Das sind zwei klare Fälle einer „Milchmädchenrechnung“. Der Begriff wird in übertragener Bedeutung verwendet für etwas, bei dem jemand denkt, dass er irgendwo einen Vorteil durch sein Handeln hat, sich darin allerdings täuscht. Woher genau der Begriff stammt, ist nicht ganz eindeutig. Gemeinsam ist den möglichen Erklärungen jedoch, dass ein Mädchen, das Milch verkauft, sich verrechnet hat. Wer also Bio-Äpfel aus Argentinien kauft, rechnet nicht mit ein, dass die Äpfel von weit her mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert werden müssen. Und wer mehrere Kilometer fährt, um preiswerter zu tanken, zahlt im Endeffekt mehr als sie oder er einspart. Also: Beides sind reine Milchmädchenrechnungen. Was nicht heißen soll, dass jedes Milchmädchen naiv ist!

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