Die Marmorbrüche von Carrara - Fluch und Segen für Mensch und Natur | DokFilm | DW | 26.02.2022
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Die Marmorbrüche von Carrara - Fluch und Segen für Mensch und Natur

Die italienischen Marmorsteinbrüche von Carrara liefern Zündstoff: Naturschutz versus Wirtschaft. Umweltschützer nennen es Raubbau, andere verteidigen die Arbeitsplätze in den Steinbrüchen der Toskana.

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Franco Barratini baut in seinen Steinbrüchen Marmorblöcke ab, die er für 4.000 Euro pro Tonne verkaufen kann. Früher brauchte man einen Monat, um die Menge an Marmorblöcken herauszulösen, die man heute in nur drei Tagen herausbrechen kann. Die Umweltschützer sorgen sich um die Folgen des Marmor-Abbaus. Der Marmorstaub dringt ins Grundwasser, färbt die Flüsse milchweiß und schwebt in der Luft, mit noch immer nicht restlos geklärten Folgen. Sandro Manfredi kämpft gegen den seiner Meinung nach schweren Raubbau in den Marmorsteinbrüchen der Apuanischen Alpen der Toskana. Als er 2018 Anzeige erstattete gegen einen illegalen Marmorsteinbruch, hatte er kurz darauf einen beinahe tödlichen Unfall: Jemand hatte die Radmuttern an seinem Auto gelöst. Carrara hat in den letzten neun Jahren vier Überschwemmungen erlebt - Umweltschützer führen sie auch zurück auf den Marmorabbau, der durch die rapide verbesserten Abbaumethoden so stark zugenommen hat, dass das hydrogeologische Gleichgewicht immer mehr ins Wanken gerät.