Die Hängepartie | Wort der Woche | DW | 24.04.2020
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Wort der Woche

Die Hängepartie

Mit Menschen, die sich in einer Hängepartie befinden, möchte man in den seltensten Fällen tauschen: Denn wie die Partie ausgeht, ist ungewiss.

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Die Hängepartie

„Ich hatte vor Wochen mein Gehaltsgespräch. Doch noch immer habe ich keine Entscheidung. So eine Hängepartie ist nicht toll!“ Der Wort „Hängepartie“ entstammt eigentlich dem Brettspiel Schach. Eine Hängepartie ist eine vorläufig abgebrochene, nicht entschiedene Runde während einer Partie, eines gesamten Spiels. Die Spieler hängen bildlich gesprochen in der Luft, wissen nicht, wer siegt und wer verliert. Bis in die 1990er-Jahre sahen die Regeln noch vor, dass eine Schachpartie dann unterbrochen werden musste, wenn nach fünf Stunden noch kein Sieg von einem der beiden Spieler absehbar war. Heute sind Hängepartien im Schach nicht mehr üblich, in der Alltagssprache schon. Wer von einer Hängepartie spricht, meint damit eine Zeit der Ungewissheit und ungeklärter Verhältnisse. So oder so: Wer in einer Hängepartie festsitzt, befindet sich in einer nicht angenehmen Situation – egal wie die Partie am Ende ausgeht.

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