Die Giftwolke von Bhopal - Eine indische Tragödie | DokFilm | DW | 28.03.2020
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DokFilm

Die Giftwolke von Bhopal - Eine indische Tragödie

Der schwerste Chemie-Unfall aller Zeiten fordert immer neue Opfer - bis heute, Jahrzehnte danach. 1984 war in Bhopal Giftgas aus einer Fabrik geströmt. Das Unglück tötete damals viele tausend Menschen. Die Werksruine: bis heute nicht dekontaminiert.

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Am 3. Dezember 1984 strömten durch einen menschlichen Fehler über 40 Tonnen Giftgas aus dem Union Carbide Werk in die Atmosphäre über der indischen Stadt Bhopal: 574.000 Menschen waren dem Gift ausgesetzt, bis zu 25.000 von ihnen starben, 150.000 Bewohner der Region leiden zum Teil bis heute unter chronischen Krankheiten. 
Das nach der Katastrophe geschlossene Union Carbide Werk steht bis heute in der dicht besiedelten Region in Bhopal. Eine verrostete Ruine, das Fabrikgelände wurde niemals dekontaminiert. Die toxischen Abfälle kippte man damals in die Verdunstungsbecken. Als Isolierung zum Untergrund diente eine Folie, die nach über 30 Jahren nicht mehr dichthält. Das Gift sickert ins Grundwasser und vergiftet die Einwohner Bhopals. Immer mehr Kinder werden mit einer Behinderung geboren. Die regionalen Behörden kümmern sich nicht - nur zwei Hilfsorganisationen bemühen sich bis heute, den Opfern der Chemiekatastrophe von 1984 zu helfen.