Die Friedhofsruhe | Wort der Woche | DW | 30.10.2020
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Wort der Woche

Die Friedhofsruhe

Absolute Stille kann auf Dauer sehr unangenehm sein – und das nicht nur auf dem Friedhof.

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Die Friedhofsruhe

„Nicht die Friedhofsruhe stören!“ Das ist eine der Regeln, die auf einem Friedhof gilt, einem Ort, an dem Tote beerdigt sind. Auf Friedhöfen soll man demnach still sein und die Toten nicht in ihrer letzten Ruhe stören. Diese absolute Stille mag auch ein Grund sein, warum nicht jeder gern auf Friedhöfe geht. Manch einer findet sie sogar etwas unheimlich – nicht nur, weil dort Tote begraben sind. Wird im übertragenen Sinne von einer Friedhofsruhe gesprochen, dann ist damit nicht diese akustische Stille gemeint. Sagt beispielsweise eine Politikerin, ein Politiker: „In unserem Land herrscht eine Friedhofsruhe“, soll damit ausgedrückt werden, dass es keine politische Diskussion mehr gibt. Und auch diese Ruhe kann gespenstisch sein, weil man nicht weiß, was geschieht. In diesem Fall ist es ausdrücklich erwünscht, dass jemand mutig genug ist, die Friedhofsruhe zu stören.

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