Die Deutschen - Barbarossa und der Löwe | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 27.05.2018
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Die Deutschen - Barbarossa und der Löwe

Friedrich I., "Barbarossa" genannt, galt schon im Mittalalter als glanzvoller Herrscher, der für die Ehre des Reiches kämpfte. Die Zeit „Rotbarts“ war die Ära der Kreuzzüge, das Rittertum erlebte seine Blüte. Sein Leben voller Höhen und Tiefen.

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Friedrich I. nahm seine Aufgabe als Schutzherr der Römischen Kirche besonders ernst. So war er hin und her getrieben zwischen deutschen und internationalen Belangen. Dennoch eskalierte der Konflikt mit dem Papst in Rom. Und auch die selbstbewussten Städte Oberitaliens setzten sich gegen den Herrschaftsanspruch der Deutschen zur Wehr. Der Machtkampf in Italien band Kräfte, ließ wiederum auf deutschem Boden die Territorialherrscher erstarken. Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, war Vetter, Gefolgsmann aber auch Gegner Friedrich Barbarossas. Er galt als skrupelloser Mehrer seiner Besitztümer, erschloss aber auch neue Ostgebiete für das Reich, betrieb eine planmäßige Siedlungspolitik und Christianisierung. Als Städtegründer machten sich "der Löwe" wie auch Barbarossa einen Namen. Als der Herzog dem Kaiser die Gefolgschaft verweigerte, wurde er in die Verbannung geschickt. Die Zeit "Barbarossas" war die Zeit der Kreuzzüge, das Rittertum erlebte seine Blüte. Die Städte erhielten mehr Rechte. Das Bürgertum gewann an Bedeutung, ebenso Handwerk und Fernhandel, die deutsche Sprache entwickelte sich - und ihre Lyrik (Walther von der Vogelweide oder wenig später Hartmann von Aue, der den ersten höfischen Roman in deutscher Sprache schrieb). Die Fürsten hüteten weiter ihre Eigenständigkeit. Sie wählten den König und regierten praktisch mit. Das sollte bis zum Ende des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" 1806 so bleiben. Und das Schicksal Friedrich I.? Bald nach seinem Aufbruch zu einem Kreuzzug nach Jerusalem ertrank der Kaiser.