Die Bayern machen sich Druck | Sport | DW | 11.12.2018
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Champions League

Die Bayern machen sich Druck

Das Champions League-Achtelfinale ist dem FC Bayern München bereits sicher. Jetzt geht es darum, die ganz harten Brocken zu vermeiden. Deshalb macht sich der FCB vor dem abschließenden Gruppenspiel selber Beine.

"Gewinnen müssen" ist psychologisch wahrscheinlich eine leichtere Angelegenheit, als "gewinnen wollen". Im Fußball, wo Motivation eine riesige Rolle spielt, kann dieser kleine Unterschied große Auswirkungen haben. Deshalb tun die Verantwortlichen bei Bayern München alles dafür, aus dem letzten Gruppenspiel bei Ajax Amsterdam (Mittwoch, 21 Uhr - hier im DW Liveticker) eine "Gewinnen müssen"-Geschichte zu machen, obwohl ein Unentschieden für den Gruppensieg ausreicht. Sportchef Hasan Salihamidzic betont: "Es ist im Hinblick auf das Achtelfinale sehr wichtig, weil man theoretisch vielleicht auch einen leichteren Gegner erwischen könnte."

Europas Fußball-Großmächte vermeiden

Fußball Abschlusstraining FC Bayern München in Amsterdam (Getty Images/D. Mouhtaropoulos)

Im Angriff gesetzt: Torjäger Lewandowksi

Es geht also vor allem darum, den harten Brocken im Achtelfinale aus dem Weg zu gehen. Real Madrid und der FC Barcelona stehen bereits als Gruppensieger fest. Andere Hochkaräter wie Manchester City, Juventus Turin oder Atlético Madrid haben gute Chancen als jeweils Tabellenerster im Lostopf zu landen. "Ganz schöne Kracher", unterstrich Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und gab für Amsterdam ein klares Ziel aus, "wir sind Tabellenführer und wollen auch nach dem Spiel Erster sein. Die Gruppenzweiten sind weniger stark als das, was man etwa bei Barcelona oder Real Madrid erwarten darf." Dass man beim FCB dabei weniger nach "Mia san mia" klingt als in früheren Tagen, dürfen Beobachter durchaus als Signal werten. Die sportlichen Rückschläge der vergangenen Wochen haben offensichtlich Kratzer im sonst so ausgeprägten Münchener Selbstbewusstsein hinterlassen.

Robben nicht dabei, Hummels wohl nur Ersatz

Personell setzt Trainer Niko Kovac im Amsterdam wieder das Rotationsprinzip außer Kraft. Er wird nach eigener Aussage der Elf vertrauen, die in der Bundesliga auch gegen Bremen und Nürnberg erfolgreich war. Das bedeutet, dass Mats Hummels und Javi Martinez erstmal auf der Bank Platz nehmen müssen.   

Auf den ohnehin zum Saisonende scheidenden Arjen Robben muss Kovac allerdings verzichten. Der Niederländer ist angeschlagen und wird deshalb auf die Reise in seine Heimat verzichten. Ihn ersetzt Serge Gnabry, er freut sich auf das Duell mit Ajax. "Als Offensiver hofft man natürlich auf so ein kleines Spektakel, am besten nur in eine Richtung", sagte der Nationalspieler. Die Mannschaft mit der "besseren Performance" und "mehr Willen" werde sich den Gruppensieg holen. Die Motivation zählt also, die spannende Frage für die Bayern ist, ob man sie sich auch herbeireden kann. 

jk/jw (sid, dpa) 

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