Die Bangtan Boys in Berlin - Hype um Südkoreas Superstars | Musik | DW | 17.10.2018
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Konzert

Die Bangtan Boys in Berlin - Hype um Südkoreas Superstars

Nein, nicht aus England, dem Mutterland des Pop, kommen die Bangtan Boys, sondern aus Asien. Sie bringen Teenies rund um den Globus zum Ausflippen. Derzeit versetzen sie Berlins Youngsters in Ekstase.

BTS – schon diese drei Buchstaben bringen Kinder und Jugendliche auf Hochtouren und werden deshalb als K-Pop-Sensation gefeiert – als absolute Spitze koreanischsprachiger Popmusik, eine Stilrichtung, die sich seit den 1990er Jahren in der dortigen Musikwelt entwickelt hat und sich dank BTS nun anschickt, weltweite Erfolge zu feiern.

Erste Deutschland-Konzerte

So geschehen am vergangenen Dienstag (16.10.2018) in der Berliner Mercedes-Benz-Arena, beim ersten Konzert von BTS in Deutschland überhaupt. Am Mittwoch folgt Konzert Nummer zwei, das dem ersten wohl in nichts nachstehen wird. 17.000 Fans, davon viele minderjährig und in Begleitung von Vätern, Müttern oder anderen "Aufpassern", feierten ihre Idole. 


Die sieben Bandmitglieder sind Anfang 20, sehen aber mit ihren androgynen Gesichtszügen und den blond bis braun gefärbten Kurzhaarschnitten deutlich jünger aus. Songs mit koreanischen und wohl gesetzten englischen Texten und eine maßgeschneiderte Performance, die Musik, eine Mischung aus typischem Boygroup-Pop, Electronic Dance Music und Rap - die koreanische Supergroup deckt viele Musikgeschmäcker ab.

Schon seit Samstag warteten die ersten Fans vor der Mercedes Benz Arena, um beim Konzert in der ersten Reihe zu stehen oder einen Blick auf die Helden ihrer Musikträume werfen zu können. Stehplatz-Tickets, die offiziell ohnehin schon über 200 Euro kosten, wurden im Internet für bis zu 1000 Euro gehandelt.

BTS-K-Pop als Export-Erfolg

K-Pop Band BTS (picture-alliance/dpa/K. Hee-Chul)

Bangtan Boys bei der Verleihung der K-Pop Awards 2016

Seit ihrer Gründung 2013 entwickelten sich die Bangtan Boys zur absoluten K-Pop-Sensation. In Asien räumen sie inzwischen sämtliche Preise ab, aber auch in den USA gelang der Boygroup in diesem Jahr mit ihrem dritten Album "Love Yourself? 'Tear'" der Sprung auf den ersten Platz der Charts. Das Musikvideo zur Single "Idol" knackte kürzlich einen YouTube-Rekord. Der Clip wurde innerhalb von 24 Stunden 45 Millionen Mal angeschaut. Auf Twitter haben die Jungs mehr als 16 Millionen Follower - die Nähe zu ihren Fans, das betonen sie immer wieder, ist ihnen extrem wichtig.Die Heerscharen der leidenschaftlichen Fans – die man auch als die "A.R.M.Y" (Armee) kennt, nehmen jedes Detail des BTS-Phänomens unter die Lupe, teilen Konzertvideos, Bilder aus einer Probe, einer Aufnahmesession oder auch die beliebten Band-Selfies.

Die Musiker schreiben viele ihrer Songs selbst - nicht gerade üblich in der K-Pop-Branche. Dabei geht es um Liebe, Selbstliebe, Ängste, Depressionen, aber auch um gesellschaftliche Themen wie Mobbing. Die Tickets für die ersten Live-Konzerte in Deutschland waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

kk/suc (dpa, rbb)

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