Die Aussichten für die DFB-Elf: Es wird heiß | Sport | DW | 26.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

WM 2018

Die Aussichten für die DFB-Elf: Es wird heiß

Einen Tag vor dem dritten, dem letzten und entscheidenden Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Südkorea gibt sich Bundestrainer Joachim Löw optimistisch: "Wir wollen mit unserem eigenen Ergebnis für Klarheit sorgen."

Mit Blitz, Donner und Starkregen wurde die deutsche Fußball-Nationalmannschaft heute bei ihrer Ankunft in Kasan begrüßt. Ein Symbol, was die DFB-Elf am morgigen Mittwoch gegen Südkorea (16:00 Uhr MESZ im DW-Liveticker) erwartet? Um sicher in das Achtelfinale der WM einzuziehen, muss der Weltmeister mit zwei Toren gegen die bisher sieglosen Asiaten gewinnen. Auf Rechenspiele mit Mexiko (6 Punkte) und Schweden (wie der DFB mit 3 Zählern) will sich Bundestrainer Joachim Löw gar nicht einlassen. "Ich bin keiner, der unterschiedliche Szenarien durchspielt. Wir wollen mit unserem eigenen Spiel, mit unserem eigenen Ergebnis für Klarheit sorgen", sagte Löw auf der Pressekonferenz energisch. 

Auf den umjubelten Last-Minute-Erfolg gegen Schweden müsse nun "ein zweiter Schritt folgen", forderte der Bundestrainer. Dazu sucht er vor dem dritten Turnierspiel weiterhin nach dem schlagkräftigsten Personal. Sebastian Rudy fällt nach seinem mehrfachen Nasenbeinbruch aus. Jérôme Boateng ist nach Gelb-Rot gesperrt. Mats Hummels dagegen ist nach Problemen am Halswirbel und der Pause gegen Schweden wieder einsatzfähig, wie der Bundestrainer berichtete.

Der Fluch des Titelverteidigers

"Wir haben natürlich noch Luft nach oben für ein paar Sachen. Daran müssen wir weiter arbeiten", sagte Manager Oliver Bierhoff. Gerade die immer wieder gravierenden Fehler im Spielaufbau und die Lücken in der Defensive sind eine Warnung. Löw erwartet eine weitere Steigerung in der Umschaltbewegung von Angriff auf Abwehr. Gegen Schweden seien immerhin schon weniger Fehler gemacht worden: "Das ist der Maßstab." 

Ob zudem auch gegen die negative Energie des frühen Ausscheidens angekämpft werden muss? Schließlich scheiterten Spanien (2014), Italien (2010) und Frankreich (2002) als Titelträger schon jeweils in der Vorrunde. "Sie können sicher sein, dass wir alles dafür tun, dass uns das nicht auch passiert", sagte der Dortmunder Marco Reus. Ob es dann im Achtelfinale gleich gegen Brasilien geht oder gegen die Schweiz oder Serbien, ist dabei erstmal egal.

Aufmunternde Worte für Thomas Müller

Die Offensiv-Raketen Reus und Timo Werner sind die bisherigen Gewinner in Löws Kader und sollen gemeinsam mit Torschütze Toni Kroos auch gegen Südkorea den Unterschied ausmachen. Andere wie Thomas Müller, 2010 und 2014 mit jeweils fünf Treffern der beste deutsche WM-Torschütze, haben noch nicht gezündet. Auch nach zwei schlechten Partien sei der Münchner jedoch "ein absolut wichtiger Spieler", betonte Löw. Und Teammanger Bierhoff meinte: "Typen wie Thomas Müller findet man nicht so leicht."

Wegen der heftigen Unwetter konnte die DFB-Elf heute nicht wie geplant im Stadion trainieren und musste auf einen anderen Platz ausweichen. Morgen soll dann aber wieder alles eitel Sonnenschein sein: "Die Physis wird eine wichtige Komponente im Spiel", meint Löw. "Wenn es 30 Grad hat wie angekündigt, spielt das schon eine Rolle."

sw/dv (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links