DFB-Frauen retten Remis gegen Japan | Sport-News | DW | 09.04.2019
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Frauenfußball

DFB-Frauen retten Remis gegen Japan

Die DFB-Frauen verpassen bei der Länderspiel-Heimpremiere von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg einen Sieg. Besonders die Torfrau stellt die Nerven von Bundestrainerin Voss-Tecklenburg auf die Probe.

Zwei kapitale Schnitzer von Torhüterin Almuth Schult haben der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg fast ihr Länderspiel-Heimdebüt verdorben. Die 28 Jahre alte Wolfsburgerin leistete sich in Paderborn beim 2:2 (0:1) gegen Japan zwei haarsträubende Fehlpässe und verschuldete so die Gegentreffer von Yui Hasegawa (35. Minute) und Kumi Yokoyama (69.). Die erste Pleite nach zuletzt zehn Spielen ohne Niederlage verhinderten vor 4804 Zuschauern DFB-Spielführerin Alexandra Popp (53.) und Svenja Huth (72.).

Viel Arbeit vor der WM

"Wir können eigentlich nur mit der zweiten Halbzeit zufrieden sein",sagte Voss-Tecklenburg nach dem Spiel im ZDF-Interview. "Wir haben Charakter gezeigt und können Positives aus dem Spiel ziehen. Aber wir wissen, dass wir einige Dinge nicht so gut gemacht haben und dass das nicht unser Anspruch ist."

In der Tat offenbarte das 14. Duell mit Japan, dass 59 Tage vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) offenbarte noch viel Arbeit auf die DFB-Auswahl wartet: Gegen die körperlich unterlegenen Japanerinnen versuchten es die deutschen Spielerinnen zunächst mit hohen Flanken, was allerdings kaum gelang. Oft fehlte es an Präzision. Bis zur Pause sorgten nur Lina Magull (8.), deren Schuss die japanische Torfrau Chika Hirao parierte, und Dzsenifer Marozsan (25.) mit einem überraschend direkt aufs Tor gezogenen Freistoß für ein wenig Gefahr. Das 0:1 war dann ein Geschenk von Torhüterin Schult. Die aufgerückte Wolfsburgerin wollte einen Rückpass von Elsig zu Hegering weiterleiten, traf den Ball aber nicht richtig und spielte ihn Hasegawa in die Füße. Die Spielmacherin bedankte sich und schoss den Ball zur überaus glücklichen Führung ins leere Tor.

Huth rettet das Remis

"Es ist gut, dass jetzt passiert und nicht bei einem Turnier oder Pflichtspiel", sagte Schult hinterher. "Jeder kann jetzt sagen: Ja die Almut Schult macht immer ihre Fehler. Aber letztendlich hätten wir das Spiel trotzdem gewinnen können." Eine realistische Einschätzung, da Voss-Tecklenburg zur zweiten Halbzeit mit Lena Goeßling und Sara Doorsoun sowie Stürmerin Turid Knaak drei frische Kräfte brachte. Sofort verstärkte die deutsche Mannschaft den Druck auf den Weltranglisten-Neunten.

Mit Erfolg: Nach einem Fehlversuch der agilen, aber glücklosen Magull (51.) sorgte DFB-Spielführerin Popp für den überfälligen Ausgleich. Kurz darauf hätte Magull die Führung für den zweimaligen Weltmeister erzielen müssen. Doch ihr Heber über die zu weit vor dem Tor postierte japanische Torhüterin Hirao strich vorbei. Ein weiterer verunglückter Querpass von Schult ermöglichte den Asiatinnen die erneute Führung, ehe Huth per Kopf zumindest das Remis rettete.

asz (sid, dpa)

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