DFB-Elf kämpft gegen Nordirland um den Gruppensieg | Sport | DW | 19.11.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

EM-Qualifikation

DFB-Elf kämpft gegen Nordirland um den Gruppensieg

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann mit einem Erfolg gegen Nordirland den Sieg in ihrer Qualifikationsgruppe perfekt machen. Platz eins vor dem ewigen Rivalen Niederlande wäre ein starkes Signal vor der EM 2020.

Für einen positiven Abschluss des schwierigen Umbruchjahres zählt für den Bundestrainer nur ein Sieg gegen Nordirland. "Wir wollen das nächste Spiel gewinnen, wir wollen die Gruppe vor Holland abschließen, das wäre schön. Wir können aus diesem Spiel etwas mitnehmen, wir können uns entwickeln", sagte Löw vor der letzten Partie der Fußball-Nationalmannschaft in der bereits geglückten EM-Qualifikation am Dienstag (Anpfiff 20.45 Uhr MEZ, ab 20.30 Uhr MEZ im Audio-Livestream der DW) in Frankfurt am Main. Ziel ist, als Gruppenerster mit großer Energie ins EM-Jahr 2020 zu starten.

Löw will sich ganz auf die Entwicklung seines jungen Teams konzentrieren. Auch gegen Nordirland gilt es für ihn, den richtigen Personalmix zu finden. Einspielen und testen zugleich, lautet die Maxime des 59-Jährigen, der einige, aber nicht zu viele Wechsel im Vergleich zum 4:0 gegen Weißrussland am Samstag ankündigte. "Ich möchte den einen oder anderen Spieler nochmal sehen", sagte Löw. Im Tor wird wie geplant Herausforderer Marc-André ter Stegen stehen. Die Kapitänsbinde von Manuel Neuer dürfte also Toni Kroos übernehmen. "Es ist klar, dass wir gewinnen wollen, das ist nicht überraschend. Die Chance, Erster zu werden, ist ein kleiner Tick Motivation extra", sagte der Real-Profi vor seinem 96. Länderspiel, mit dem er in der DFB-Bilanz Karl-Heinz Rummenigge und Sepp Maier überholen wird.

Als linker Verteidiger will Löw dem Kölner Jonas Hector nach fast genau einem Jahr wieder eine Bewährungschance geben. Wer neben Matthias Ginter in der Mitte verteidigen soll, ließ Löw offen. Die gegen die Nordiren von Löw geforderte Kopfballstärke würde der zuletzt angeschlagene Jonathan Tah mitbringen. In der Schaltzentrale sollen wieder Kroos, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan gemeinsam agieren.

Toni Kroos (l.) und Leon Goretzka (r.) jubeln (Foto: picture-alliance/GES/H. Prang)

Toni Kroos (l.): "Es ist nichts Besonderes, dass wir uns qualifiziert haben."

Komplizierte Los-Prozedur

Während für die Nationalspieler nach dem Nordirland-Spiel bis zum von Löw bestätigten März-Duell in Madrid gegen Spanien Länderspielpause ist, reist der Bundestrainer noch zur EM-Gruppenauslosung am 30. November nach Bukarest. Alle Eventualitäten über möglicherweise starke Gegner und die Konstellationen in Topf 1 oder 2 blendete Löw aber noch aus. "Wir saßen heute Morgen zusammen und haben die Geschichte auseinander genommen", berichtete der Coach.

Tatsächlich könnten der DFB-Elf nach einem Sieg gegen Nordirland und dem damit verbundenen Sprung in Topf 1 frühe Turnierduelle mit Kalibern wie Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal drohen. Als Team in Topf 2 wäre weiterhin die schwächer eingeschätzte Ukraine ein designierter Kontrahent. "Es ist nicht so einfach, das Verfahren, aber es ist mir eigentlich Wurst", meinte Löw.

Zufriedene Zwischenbilanz

Angesichts der vielen Ausfälle und der verpassten Chance, den erhofften Umbruch im zu Ende gehenden Jahr personell konstant vorantreiben zu können, zollte Löw seinem Team Respekt. "Ich möchte der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, weil die Qualifikation über allem steht. Das hat die junge Mannschaft mit vielen jungen Spielern, die erst am Anfang der Entwicklung steht, geschafft", sagte Löw. Nach den Ausfällen von Niklas Süle und Leroy Sané habe es sogar noch einmal einen "Umbruch im Umbruch" gegeben.

Die Aussicht auf das EM-Jahr sieht Löw daher dezent optimistisch. "Ich wache nachts nicht auf und denke an die EURO. Das ist noch zu früh. Ich sehe eine willige, ehrgeizige Mannschaft", sagte er. Führungsspieler Kroos zog ein realistisches Jahresfazit und antwortete auf die Frage nach einer Schulnote: "Zwischen 2 und 3, weil es auch nichts Besonderes ist, dass wir uns qualifiziert haben."

Die Redaktion empfiehlt