Deutschland verlängert Corona-Kontaktsperre bis nach Ostern | Aktuell Deutschland | DW | 01.04.2020
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Corona-Pandemie

Deutschland verlängert Corona-Kontaktsperre bis nach Ostern

Die deutsche Regierung und die Bundesländer haben sich darauf verständigt, die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April zu verlängern. Auch über eine mögliche Maskenpflicht wurde gesprochen.

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Schutzmasken - Diskussion über Für und Wider

Bürgerinnen und Bürger sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die bereits geltenden weitgehenden Kontaktsperren auch über Ostern einhalten. Wie Bund und Länder in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden. 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder, die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", so Merkel. Und: "Bleiben Sie weiter stark und halten Sie die Regeln ein." Die  Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. In fast allen Bundesländern enden an diesem Tag die Osterferien der Schüler. 

Angela Merkel vor ihrer Quarantäne

Angela Merkel vor ihrer Quarantäne

Bund und Länder hatten am 22. März Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit in ganz Deutschland für zunächst zwei Wochen verboten - ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Restaurants mussten schließen, nur die Lieferung von Speisen für zu Hause ist weiter erlaubt. Auch Friseurläden wurden dichtgemacht. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Strafen. 

Beschränkungen werden "recht gut eingehalten"

Merkel sagte jetzt, die Länder gingen mit ihren Maßnahmen weitgehend bundeseinheitlich vor. Die Kontaktbeschränkungen würden recht gut eingehalten. Am Dienstag nach Ostern würden Bund und Länder die Lage unter anderem auf Basis der Daten des Robert Koch-Instituts neu bewerten.

In einem Beschluss der Regierungschefs heißt es: "Die Dynamik der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland ist noch immer zu hoch. Wir müssen daher weiterhin alles dafür tun, die Geschwindigkeit des Infektionsgeschehens zu vermindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Eine entscheidende Rolle kommt dabei weiterhin der Reduzierung von Kontakten zu."

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mahnten Merkel für die Bundesregierung und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für die Regierungschefs der Länder an, dass es vor Ostern keinerlei Diskussion über Lockerungen der bestehenden Maßnahmen geben solle. Es habe zudem große Einigkeit bestanden, dass es keine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken geben solle. Es sei deutlich gemacht worden, dass man sich an die bestehenden Auflagen halten müsse, selbst wenn man solche Masken trage. 

Die Kanzlerin leitete die Telefonkonferenz - wie am Vormittag die Kabinettssitzung - erneut von ihrer Berliner Wohnung aus. Sie hatte sich am 22. März in häusliche Quarantäne begeben, nachdem bei einem Mediziner, der sie vorbeugend geimpft hatte, das Coronavirus festgestellt worden war. Auch beim dritten Test der Kanzlerin war am Montag keine Infektion festgestellt worden. 

stu/kle (dpa, afp, rtr)

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