Deutschkenntnisse sind wichtig bei der Jobsuche | Deutschlehrer-Info | DW | 22.11.2018
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Deutschlehrer-Info

Deutschkenntnisse sind wichtig bei der Jobsuche

Geringe Sprachkenntnisse sind eines der größten Probleme bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Das geht aus einer Umfrage unter rund 1.000 Beschäftigten in Arbeitsagenturen und Jobcentern hervor.

Sprachprobleme und fehlende Qualifizierung sind die größten Hürden bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, bei einer Online-Untersuchung herausgefunden. Befragt wurden rund 1.000 Vermittler in Arbeitsagenturen und Jobcentern. Hinzu kommen laut Studie als weitere Hemmnisse bei der Jobvermittlung Betreuungspflichten gegenüber Kindern und Angehörigen sowie eine Unkenntnis über Rollenvorstellungen und Gebräuche in der deutschen Arbeitswelt.

Kein Aufstieg ohne Sprachkenntnisse

Deshalb bestehe eine wichtige Aufgabe der Arbeitsvermittler darin, die Geflüchteten beim allgemeinen und berufsfachlichen Spracherwerb zu unterstützen, so die Autoren der Studie. Gute Sprachkenntnisse seien sowohl Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration als auch notwendige Bedingung für erfolgreiche Qualifizierungsbemühungen. «Ohne hinreichende Sprachkenntnisse ist der Erwerb von Ausbildungsabschlüssen und innerbetriebliche Aufstiege kaum möglich», erklärte das IAB.

Mehr Probejobs für Flüchtlinge

Die Beschäftigten der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden auch gefragt, welche Maßnahmen sie für geeignet halten, um die Einstellungsbereitschaft von Betrieben gegenüber Flüchtlingen zu erhöhen. Neben Sprachförderung und Eingliederungszuschüssen wurde am häufigsten eine Erprobung von Geflüchteten vor Ort durch den Arbeitgeber genannt. Untersucht wurde auch die Konkurrenz bei der Vergabe von Jobs. Die Jobcenter gehen mehrheitlich davon aus, dass die Geflüchteten eher in direkte Konkurrenz zu anderen Migrantengruppen als zu einheimischen Arbeitskräften treten.

Geflüchtete Frauen besser beraten

Besondere Herausforderungen würden bei der Arbeitsmarktintegration von weiblichen Geflüchteten gesehen, heißt es. Denn es zeige sich, dass bei der Aufgabenverteilung "noch sehr stark traditionellen Geschlechterrollen" gefolgt werde. "Hier gilt es zu beobachten, inwiefern die vorhandenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Frauen genutzt werden und welche Wirksamkeit sie entfalten." Ausgehend von diesen Analysen wären dann gegebenenfalls neue Ansätze der Beratung und Vermittlung speziell für geflüchtete Frauen zu entwickeln, schreiben die Arbeitsmarktforscher.

mk/rh (mit epd/kna)

 

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