Deutscher Zukunftspreis: Jedermann-Roboter holt den Sieg | Wissen & Umwelt | DW | 30.11.2017
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Auszeichnungen

Deutscher Zukunftspreis: Jedermann-Roboter holt den Sieg

Der Deutsche Zukunftspreis 2017 geht an - einen Roboter namens Panda. Er soll einmal zum direkten Partner für uns Menschen werden. Er reagiert feinfühlig auf Kontakt und lernt durch Nachahmung.

Drei Projekte aus Medizin und Robotik waren in diesem Jahr für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Die nominierten Forscherteams waren am 13. September in München vorgestellt worden. Nun wurde der Gewinner bekanntgegeben: Die Auszeichnung geht an Roboter "Panda". 

Der Roboter, dein Freund und Helfer

Entwickler der Leibniz Universität Hannover und des Münchner Technologieunternehmens Franka Emika haben den Roboter konstruiert. Er soll einmal zum direkten Partner für uns Menschen werden.

Deutscher Zukunftspreis | Jedermanns-Roboter (picture alliance/dpa/Deutscher Zukunftspreis/A. Pudenz)

Nicht unbedingt süß - aber eine verlässliche, helfende Hand

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittwochabend in Berlin übergeben. Das Konzept "für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter" mache Automaten zu Helfern des Menschen, teilte das Bundespräsidialamt mit.

Solch kooperierenden Roboter wie Panda könnten aus Sicht der Forscher sowohl in der Industrie wie auch im Privaten zum Einsatz kommen. Ebenso in der Pflege, was derzeit aber noch umstritten ist. Die Roboter seien für Jedermann benutz- und bezahlbar, sagte der Sprecher des Teams, Sami Haddadin vom Institut für Regelungstechnik der Leibniz Universität Hannover. 

Deutscher Zukunftspreis (picture-alliance/dpa/A.Pudenz)

Ob dieser Roboter uns künftig zur Hand gehen könnte?

Das System der Preisträger zeichnet sich den Angaben zufolge unter anderem durch Sicherheit aus. Bislang seien einer engen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wegen der Verletzungsgefahr in der Regel Grenzen gesetzt. Die neue Generation der Roboter hingegen besteht aus leichteren Bauteilen, sie haben einen Tastsinn und imitieren menschliche Bewegungen. Die Automaten lernen, indem sie nachahmen und sich Abläufe merken. Ein erster Roboter nach dem neuen Konzept wird den Angaben zufolge seit diesem Sommer an Anwender aus Forschung und Industrie ausgeliefert.

Panda und seine Erfinder setzten sich gegen zwei Teams mit medizinischen Projekten durch:

Eine ruhige Hand

Deutscher Zukunftspreis 2017 (picture-alliance/Deutscher Zukunftspreis/A. Pudenz)

Diese Handprothese ging ins Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2017

Bei diesem Projekt geht es ebenfalls um eine hochsensible Technik. Sie stammt von den Ingenieuren von Vincent Systems aus Karlsruhe. Die Wissenschaftler haben eine Handprothese für Kinder und Jugendliche entwickelt, bei der einzelne Finger aktiv bewegt werden können. Aber damit nicht genug: Die Forscher präsentieren außerdem die weltweit kleinsten elektronischen Einzelfingerprothesen.

Detaillierter Einblick in unseren Körper

Deutscher Zukunftspreis 2017 (picture-alliance/Deutscher Zukunftspreis/A. Pudenz)

Computer- und Magnetresonanztomografie-Bilder in 3D - abgeguckt vom Film

Das dritte Team stammt aus Erlangen. Die Siemens-Forscher haben eine eigentlich in der Filmbranche angewandte Technik angepasst, um Bilder aus der Computer- und Magnetresonanztomografie in 3D darzustellen.

Die Bilder zeigen das Innere des Körpers mit seinen Fasern, Blutgefäßen, Muskeln und Nerven ganz besonders detailreich. Am Universitätsklinikum in Linz sowie am Universitätsklinikum Erlangen kommt die Technik bereits als Hilfsmittel für die Vorbereitung von Operationen zum Einsatz.

hf/fs (dpa)

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