Deutscher Dokumentarfilmpreis 2018 für ″Kinder des Kalifats″ | Musik | DW | 30.06.2018
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Ausgezeichnete Dokumentarfilme

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2018 für "Kinder des Kalifats"

Die deutsch-syrisch-libanesische Dokumentation hat den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2018 verliehen bekommen. Regisseur Talal Derki begleitete mit der Kamera die Familie eines islamistischen Kämpfers im Bürgerkrieg.

Mit dem Hauptpreis wurde in diesem Jahr der Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons" (Kinder des Kalifats") des Filmemachers Talal Derki ausgezeichnet. In seinem bewegenden, hautnah gedrehten Film erzählt Derki die Familiengeschichte eines islamistischen Kämpfers, der im syrischen Bürgerkrieg an der Front kämpft. Zwei Jahre lang hat der in Berlin lebende Syrer die Familie mit der Kamera begleitet.

Das Preisgeld von 20.000 Euro nahm der Regisseur am Freitagabend im Rahmen des zweiten SWR Doku Festivals in Stuttgart entgegen, wie der federführende Sender Südwestrundfunk (SWR) mitteilte. Der Intendant Peter Boudgoust sagte bei seiner Festrede: "In Zeiten immer schneller werdender Nachrichten und manchmal viel zu vielen unterschiedlichen Informationen wird nochmals deutlich, wie sehr wir den Dokumentarfilm brauchen. "

Chilly Gonzales Musiker, Performance-Künstler (picture-alliance/abaca/Loona)

Exzentriker und genialer Performancekünstler: Pianist Chilly Gonzales

Der Förderpreis Haus des Dokumentarfilms (HDF) ging in diesem Jahr an die biografische Musik-Dokumentation "Shut up and play the Piano" des Kölner Regisseurs Philipp Jedicke.

In seinem ersten Dokumentarfilm erzählt Jedicke die wildbewegte Lebensgeschichte des kanadischen Musikers und Komponisten Chilly Gonzales, der nach Stationen in Berlin und Paris inzwischen in Köln lebt. Gonzales hat jüdische Familienwurzeln, bezeichnet sich aber gern als "professional jewish". Jedicke arbeitet auch als Autor für die Deutsche Welle.

Dokumentarfilm Chilly Gonzales (Espinar Gabriel)

Filmpremiere: Regisseur Philipp Jedicke (re) mit Sängerin Peaches und Chilly Gonzales

Den mit 4000 Euro dotierten Preis der "Leserjury" erhielt Regisseur Florian Opitz für seinen Dokumentarfilm "System Error". Der Dokumentarfilm "The Poetess" von Stefanie Brockhaus und Andy Wolff wurde ebenfalls mit 5000 Euro und dem Preis der Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur" ausgezeichnet.

Neu war in diesem Jahr der Preis der Opus GmbH für die beste Musikdokumentation. Preisträger ist der Film "The Potential of Noise - Conny Plank" der beiden Regisseure Stephan Plank und Reto Caduff.

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird jedes Jahr in Stuttgart vergeben, wo auch das "Haus des Dokumentarfilms" ansässig ist.

hm/kle (dpa, kna)

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