Deutsche Bahn gibt Pünktlichkeitsziel für 2017 auf | Aktuell Deutschland | DW | 28.11.2017
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Verkehr

Deutsche Bahn gibt Pünktlichkeitsziel für 2017 auf

Die Deutsche Bahn wird ihre selbst gesetzte Pünktlichkeitsvorgabe in diesem Jahr verfehlen. Das hat Bahnchef Richard Lutz eingestanden. Handlungsbedarf sieht der Manager vor allem in einem Bereich.

Die Vorgabe hieß: 80 Prozent pünktliche Züge im Fernverkehr. Diesen für das Jahr 2017 anvisierten Zielwert werde die Deutsche Bahn nicht mehr erreichen, sagte der Vorstands-Vorsitzende der Deutschen Bahn AG, Richard Lutz, der "Süddeutschen Zeitung". "Dafür ist zu viel passiert, gerade im zweiten Halbjahr", sagte Lutz. Da machten der Bahn vor allem die Auswirkungen von Unwettern zu schaffen, wie zuletzt bei Sturm Xavier.

Auf Unwetter besser vorbereiten

Insbesondere Ausfälle durch Unwetter wolle die Bahn künftig vermeiden, kündigte Lutz an. "Wir müssen uns auf Wetterphänomene wie Stürme künftig noch besser vorbereiten", sagte 53-Jährige an. Dazu gehöre eine bessere Kontrolle von Bäumen und Sträuchern an den Gleisen. Das Ziel sei "weniger Streckensperrungen auch bei Unwettern".

Richard Lutz (picture alliance/dpa/S.Stache)

Seit März 2017 Vostands-Vorsitzender der Deutschen Bahn AG: Richard Lutz

"Wir sind bei der Pünktlichkeit noch nicht da, wo wir hin wollen. Das ärgert uns. Wir hatten den Kunden mehr versprochen", gab sich der Bahnchef selbstkritisch. Ihr Langfristziel von 85 Prozent pünktlichen Zügen wolle die Bahn aber nicht aufgeben. Bis dahin seien allerdings noch "beträchtliche Hindernisse zu beseitigen".

Passagierrekord erwartet

Trotz der Probleme erwartet Lutz in diesem und auch im kommenden Jahr dennoch so viele Fahrgäste wie noch nie: "In diesem Jahr werden wir im Fernverkehr erneut einen Passagierrekord erreichen. Und wir gehen für das nächste Jahr von einem noch höheren Wert aus."

Einen Schub verspreche sich der Konzern vor allem vom Start der neuen Schnellbahntrasse Berlin - München am 10. Dezember. Damit verringere sich die Fahrtzeit zwischen beiden Städten auf weniger als vier Stunden. "Wir sind damit in Schlagdistanz mit dem Flieger", so Lutz. Mit verkürzten Fahrtzeiten wolle die Bahn "Flugzeuge und Autos angreifen", so der oberste Bahn-Manager.

ww/kle (afp, dpa)

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