Der VfL Wolfsburg gewinnt - trotzdem | Sport | DW | 14.12.2018
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15. Spieltag

Der VfL Wolfsburg gewinnt - trotzdem

In einem weitgehend schwachen Freitagsspiel setzen sich die "Wölfe" beim 1. FC Nürnberg durch. Fast schon euphorisch kommentiert Trainer Bruno Labbadia den Dreier - und bedankt sich bei Torjäger Daniel Ginczek.

"Saugeiler Sieg", freute sich Bruno Labbadia nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg seines VfL Wolfsburg beim 1. FC Nürnberg. Außer dem Trainer, seinen Spielern und den Fans der "Wölfe" dürfte kaum jemand diese Einschätzung teilen. Denn das Freitagsspiel, mit dem der 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga eröffnet wurde, war über fast zwei Drittel der 90 Minuten ein "Grottenkick": ein Fehlpass nach dem anderen, kaum Torchancen auf beiden Seiten, Langeweile pur. Und so musste Labbadia hinterher dann doch erklären, warum es für ihn ein "saugeiler Sieg" war: "Es gehört auch dazu, mal kein gutes Spiel zu machen und trotzdem zu gewinnen. Das ist gut für den Kopf."

Daniel Ginczek (58. Minute) und Josip Brekalo (90.+3) erzielten die Treffer für die Gäste. Zehn Punkte haben die Wolfsburger damit aus den letzten vier Spielen gesammelt, der Lohn: zumindest vorübergehend Tabellenrang acht. Die seit neun Partien sieglosen Nürnberger verharren auf dem Relegationsplatz 16 und könnten noch weiter abrutschen.

Ginczeks fünfter Saisontreffer

Keine Frage, der Sieg der "Wölfe" war verdient, aber eine Glanztat war er nicht. Das räumte auch der Torschütze zum 1:0, Daniel Ginczek ein: "Es war aus der Kategorie Glücksspiel, ein Arbeitssieg", sagte der 27-Jährige, der einst auch bei den Nürnbergern gespielt hatte und deshalb auf übermäßigen Jubel auf dem Platz verzichtete. "In der ersten Halbzeit haben wir uns zu viele Fehlpässe geleistet, zu viele einfache Bälle verloren. In der zweiten Hälfte haben wir es besser gemacht und uns dann auch belohnt."

Fußball Bundesliga - 1.FC Nürnberg vs VfL Wolfsburg | Tor (0:1) (Imago/ActionPictures/P. Schatz)

Ginczek (r.) lässt erst zwei Gegenspieler aussteigen und trifft dann zum 1:0

Es läuft rund für den Stürmer, der im Sommer vom VfB Stuttgart zu den Wolfsburgern gestoßen war: "Ich versuche einfach, auf dem Platz Gas zu geben", sagte Ginzczek. Zum dritten Mal in Serie war er erfolgreich, mit insgesamt fünf Saisontreffern schloss er zu seinem Sturmkollegen Wout Weghorst auf. Das imponiert auch Trainer Labbadia, der Ginczeks Qualitäten an diesem Abend fast so euphorisch kommentierte wie das Ergebnis: "Er hat eine unheimlich coole Abschlussstärke."

"Nach oben keine Grenzen"

Und wohin geht die Reise nun für die Wolfsburger, die in den vergangenen beiden Spielzeiten erst in der Relegation den Klassenerhalt geschafft hatten? "Das war für uns heute ganz, ganz wichtig, um uns weiter von unten zu lösen", sagte Torjäger Ginczek nach dem Sieg in Nürnberg. "Nach oben setzen wir uns keine Grenzen." Trainer Labbadia formulierte es ausnahmsweise ein bisschen vorsichtiger: "Die Mannschaft befindet sich in einem Prozess."

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