Der Stinkefinger | Wort der Woche | DW | 27.07.2018
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Wort der Woche

Der Stinkefinger

Wenn man sich die Hände nicht regelmäßig wäscht, stinken irgendwann die Finger. Ein stinkender Finger ist jedoch nicht automatisch ein Stinkefinger.

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Der Stinkefinger

Der „Stinkefinger“ heißt nicht so, weil er stinkt, also schlecht riecht. „Stinken“ steht hier für ein negatives Verhalten. Denn beim Stinkefinger handelt es sich um eine Geste, die man mit dem Mittelfinger der Hand macht. Wenn man jemandem den „Stinkefinger“ zeigen will, muss man die Faust zusammenballen und den Mittelfinger gerade hochstrecken. Schon die alten Griechen haben sich gegenseitig den Stinkefinger als Symbol für den aufgerichteten Phallus gezeigt. Die sexuelle Bedeutung, die die Geste damals hatte, hat sie in vielen Ländern heute noch. Vor allem ist sie jedoch ganz allgemein ein Ausdruck der Verachtung. In Deutschland wird sie meistens als Beleidung verstanden – und wird bestraft. Wenn man sich im Straßenverkehr über einen anderen Autofahrer ärgert, sollte man also lieber nicht den Stinkefinger zeigen. Ein scherzhafter Stinkefinger unter Freunden muss dagegen noch kein Grund sein, zur Polizei zu gehen. Der heißt dann nur: „Lass mich in Ruhe!“

 

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