Der Sputnik-Schock | DokFilm | DW | 15.07.2018
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DokFilm

Der Sputnik-Schock

Im Wettlauf mit den USA gelingt es der Sowjetunion 1957 den ersten künstlichen Erdmond zu starten. Die Welt schwankt zwischen Faszination und Panik: Ein Vorstoß ins All? Einfach unvorstellbar. Mythos und Wirklichkeit der ersten Sputnik-Expeditionen.

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Am 4.Oktober 1957 gelingt es den Russen die Tür zu einem neuen Zeitalter aufzustoßen: Sputnik 1, eine 83 kg leichte Metallkugel mit einem Durchmesser von 58 cm saust mit kosmischer Geschwindigkeit um die Erdkugel - eine Sensation. US-Präsident Eisenhower versucht Gelassenheit zu zeigen, geht demonstrativ Golf spielen und lässt mitteilen, dass ihm diese kleine Metallkugel im Kosmos keine Angst mache. Aber der Sputnik-Hype ist längst außer Kontrolle geraten. Wie umgehen mit diesem welthistorischen Ereignis? Jahrelang hatte die Sowjetunion im Geheimen an der Sensation gebastelt und die Amerikaner im Glauben gelassen, beim Wettlauf in den Kosmos die Nase vorn zu haben. Das Sowjet-Reich vor Sputnik gilt vielen im Westen als ein industrielles und wissenschaftliches Entwicklungsland. Und jetzt ein Vorstoß ins Weltall? Einfach unvorstellbar. Nun scheinen die Sowjets plötzlich sogar technologisch in Führung zu gehen. Im Westen schwankt die Stimmung. Schock, Faszination und Ernüchterung. Der Sputnik-Schock ist ein Film über Sieger und Verlierer, über Hintergründe und Geheimnisse der ersten Kosmos-Expeditionen. Ein Film auch über das Schicksal desjenigen, der den Sputnik erst möglich machte: Chefkonstrukteur Sergej Koroljow. Seinen Namen durfte die Welt erst erfahren, als er 1965 an der Kreml-Mauer als Held der Sowjetunion beigesetzt wurde. Alle Versuche, ihn für den Nobelpreis zu nominieren, waren an der Geheimniskrämerei der Kreml-Führung gescheitert.