Der Spießrutenlauf | Wort der Woche | DW | 04.11.2013
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Wort der Woche

Der Spießrutenlauf

Ein Spießrutenlauf im übertragenen Sinne ist schlimm. Aber ein Spießrutenlauf im wörtlichen Sinne ist schlimmer: Er endet nämlich tödlich.

„Mein Arbeitstag heute war echt ein Spießrutenlauf: Erst hat mich ein Kollege auf Fehler in meinem neuen Artikel angesprochen, in der Konferenz hat der Chef mich kritisiert, dann haben ständig Leser angerufen, die sich beschwert haben.“ So ähnlich könnte jemand einen Spießrutenlauf im übertragenen Sinn erzählen. Das Wort Spießrutenlauf wird im Deutschen heute nur noch in diesem Sinne verwendet: Wer einen Spießrutenlauf erlebt, wird von mehreren Menschen kritisiert. Viel unangenehmer war der eigentliche Spießrutenlauf. Früher war er eine Strafe für einen zum Tode verurteilten Soldaten. Er musste durch eine Art Gasse gehen. Rechts und links standen seine Kollegen, die ihn mit ihren Spießen verletzten – so lange, bis der Soldat starb. Die Antwort: „Sei froh, dass du keinen richtigen Spießrutenlauf erleben musstest“, ist allerdings nur ein schwacher Trost für jemanden, der einen schlechten Tag im Büro hatte.

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