Der Possenreißer | Wort der Woche | DW | 19.02.2021
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Wort der Woche

Der Possenreißer

Für den Possenreißer ist kein Witz übertrieben genug. Dafür macht er sich auch schon mal selbst zum Narren.

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Der Possenreißer

Es ist bei jeder Familienfeier das Gleiche: Onkel Heinz erweist sich als richtiger Possenreißer. Er ist ein echter Witzbold, ein Spaßmacher. Dafür ist ihm kein Witz zu derb und kein Spaß zu übertrieben. Das Kompositum „Possenreißer“ ist im 16. Jahrhundert entstanden. „Possen“ waren ursprünglich figürliche Bildwerke, vor allem Scherzfiguren an öffentlichen Brunnen. Ein „Possenreißer“ war derjenige, der diese Figuren auf dem Reißbrett entwarf, einem Brett mit einem Stück Papier für Zeichnungen. Später dann entstand die Bedeutung von Unfug, Unsinn treiben. Eine Posse ist ein Theaterstück, das das Publikum mit oft übertriebener, unanständiger Komik belustigen soll. Possenreißer wie Onkel Heinz machen sich dabei selbst auch gerne mal zum Narren – besonders wenn sie unanständige Witze reißen. Nur seine Frau findet das meist gar nicht zum Lachen.

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