Der höchste Schneemann Deutschlands | Archiv | DW | 04.09.2013
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Der höchste Schneemann Deutschlands

Im Reisetagebuch schildern die Kandidaten abwechselnd ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Gedanken rund um die Dreharbeiten. Heute berichtet Nasser vom Gipfel der Zugspitze.

Kleine Schneebälle zu machen, hinter den Freunden hinterherrennen, um ihnen den Schnee in den Nacken zu werfen, das alles hatte ich vorher nur im Fernsehen gesehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit Jonas und Kristina hinter den Kulissen von „Ticket nach Berlin“ auf dem Gipfel der Zugspitze im Schnee spielen würde. Mit dem Wetter hatte ich auch nicht gerechnet. Auf dem Gipfel waren es 0 °C. Und das im September bei Sonnenschein. Wenn es in Ägypten mitten im Winter sehr kalt ist, liegt die Temperatur bei 19 °C. Wir tragen dann vier Kleidungsstücke übereinander, denn für uns sind 19 °C sehr kalt.

Ich war nicht darauf vorbereitet, dass ich bei „Ticket nach Berlin“ 0 °C Grad erlebe. Im Video könnt ihr vielleicht sehen, wie ich vor Kälte zittere, als ich oben auf dem Berg aus der Seilbahn aussteige. Ich konnte das Klima nicht ertragen. Deswegen habe ich natürlich sofort angefangen zu niesen, und ich habe eine Erkältung bekommen. Ich wusste auch nicht, welche Medikamente ich nehmen sollte. Gut, dass mir das Team von „Ticket nach Berlin“ geholfen hat.

Obwohl ich mich körperlich nicht wohlgefühlt habe, war ich sehr zufrieden. Auf dem höchsten Berg Deutschlands zu stehen und über 180 Kilometer weit sehen zu können, das war sehr beeindruckend. Das schönste Erlebnis war es, einen kleinen Schneemann zu bauen. Ich hätte auch Schneeengelchen machen können, aber leider gab es dafür nicht genügend Platz.

Auf dem Rückweg mit der Seilbahn ist mir etwas ganz Unerwartetes passiert. Das hat mir wirklich wehgetan. Ich habe an unglaublichen Schmerzen gelitten. Kennt ihr dieses Gefühl, als ob jemand einen sehr dünnen Nagel in eure Ohren stecken und den Nagel dann langsam um 360 Grad drehen würde? Mehr will ich nicht beschreiben, damit Ihr nicht das Gefühl habt, dass Ihr einen Horror-Roman lest.

So hat es sich angefühlt, als wir mit der Seilbahn nach unten gefahren sind. Ich kannte dieses Gefühl, dass man Druck auf den Ohren hat, wenn man schnell einen Berg nach unten fährt, bisher noch nicht. Deshalb möchte ich euch einen wichtigen Ratschlag geben: Egal wo Ihr euch befindet, in einem Aufzug, im Flieger, auf einer Höhe, ihr müsst euch um den Luftdruck sorgen und regelmäßig schlucken. Das habe ich auf dem Rückweg vom Gipfel der Zugspitze gelernt.

Text: Nasser