Der Fall Audi | DokFilm | DW | 15.11.2019
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DokFilm

Der Fall Audi

Hinter ihr verbirgt sich eine der größten Wirtschaftsskandale der deutschen Geschichte: die Diesellüge bei Audi. Der Film zeigt anhand interner Dokumente, wie die Manipulationen begannen und welche Rolle die Unternehmenskultur dabei spielte.

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"Warum haben wir ein solches Konzept zugelassen?", fragt ein hochrangiger Audi-Ingenieur in einer internen Mail 2013 entsetzt. Gestoppt wird der Einsatz manipulierter Motorsoftware aber nicht. Und selbst als im September 2015 der Diesel-Betrug bei VW auffliegt, verkauft die VW-Tochter Audi weiter Fahrzeuge mit unzulässigen Abschalteinrichtungen. Ein Insider, der anonym bleiben will, berichtet von dem großen Druck, der im VW-Konzern herrschte: "Scheitern ist nicht vorgesehen. Das ist keine Option. Und wenn es passiert, sieht jeder zu, dass er es nicht gewesen ist, weil man weiß, was die Konsequenzen für einen persönlich sind. Im Zweifelsfall waren diejenigen nicht mehr lange da." Ahnungslose Kunden erwerben noch bis Januar 2018 manipulierte Dieselautos, die plötzlich sehr viel weniger wert sind. Die internationale Öffentlichkeit erfährt vom ganzen Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs bis heute nur teilweise. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen den ehemaligen Audi-Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler und über 20 weitere Beschuldigte. In den USA hatten die Ermittlungen gegen Audi schon viel früher begonnen.