Der britische Schriftsteller Philip Kerr ist tot | Bücher | DW | 24.03.2018
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Nachruf

Der britische Schriftsteller Philip Kerr ist tot

In Deutschland wurde er vor allem mit der Krimi-Reihe um den Berliner Privatdetektiv Bernie Gunther bekannt. Seine Romane spielen in der Zeit der Nazi-Diktatur und des Kalten Krieges. Philip Kerr wurde 62 Jahre alt.

Der im schottischen Edinburgh geborene Schriftsteller Philip Kerr galt als akribischer Rechercheur. Das traf auch auf seine Bernie-Gunther-Krimis zu. Er verbrachte viel Zeit in Berlin, um Stoff für seine Romane zu sammeln. Eigenen Angaben zufolge interessierte er sich dabei aber mehr für die Menschen als für die Geschichte der Stadt. In einem Interview sagte er einmal, er bewundere die Berliner für ihren Hang zur Verweigerungshaltung.

Der erste Band, "March Violets" (deutscher Titel: "Feuer in Berlin"), erschien im Jahr 1989. Insgesamt veröffentlichte Kerr rund ein Dutzend Bücher der Reihe. Er war zudem ein erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor, unter anderem mit den Fantasy-Büchern "Kinder des Dschinn". Im Jahr 1997 erhielt er den Deutschen Krimi-Preis in der Kategorie "International" für seinen Roman "Das Wittgenstein-Programm".

Der Rowohlt-Verlag gab die Nachricht am Samstag via Twitter bekannt. Zuvor hatte bereits der britische Verlag Kerrs, Quercus Books, über den Tod des Autors berichtet. Philip Kerr starb demnach bereits am Freitag.

Der schottische Krimi-Autor Ian Rankin zeigte sich betroffen über die Nachricht von Kerrs Tod. "Seine Bernie-Gunther-Romane sind außergewöhnlich, eine Mischung aus großartigem Geschichtenerzählen und brillanter Recherche mit einem glaubhaften (a)moralischen Helden", schrieb Rankin auf Twitter. Kerrs letzter Bernie-Gunther-Roman erscheint auf Deutsch unter dem Titel "Kalter Frieden" am 24. April 2018.

pl/hin (dpa/twitter.com)

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