Das Rückgrat | Wort der Woche | DW | 10.09.2021
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Wort der Woche

Das Rückgrat

Eigentlich hat jeder Mensch ein Rückgrat. Doch man würde nicht von jedem sagen, dass er Rückgrat hat.

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Das Rückgrat

„Es ist kaum zu glauben: Jetzt hatten wir Daisy doch davon überzeugt, dass sie unser gemeinsames Projekt gegenüber unserer Chefin vertritt. Doch sie hatte wieder mal kein Rückgrat und ist eingeknickt!“ Das ist kein Satz, den jemand gern hört. Denn damit wird jemandem klar mitgeteilt: Du bist schwach. Knickt jemand ein, zeigt kein Rückgrat, gibt er seine Meinung, seine Position auf, sobald er auf Widerstand oder Schwierigkeiten stößt. „Rückgrat“ ist eigentlich ein anderes Wort für „Wirbelsäule“. Dies sind die beweglich miteinander verbundenen Knochen, die den Rücken stützen. Der Begriff „Rückgrat“ wird meist allerdings in übertragener Bedeutung und in Redensarten verwendet, bei denen es um den Mut geht, an eigenen Überzeugungen festzuhalten und sie gegenüber anderen zu vertreten. Hat jemand kein Rückgrat, traut er sich nicht, zu seinen Überzeugungen zu stehen. Bildlich gesehen geht er nicht aufrecht, sondern krumm, signalisiert nicht Stolz, sondern Schwäche.

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