Das Pillepalle | Wort der Woche | DW | 24.01.2020
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Wort der Woche

Das Pillepalle

Über Pillepalle lässt sich besonders gut streiten. Die Frage ist dann nur, ob sich ein Streit darüber auch wirklich lohnt.

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Das Pillepalle

Die Antwort, was genau Pillepalle ist, steckt schon im lautmalerischen Wort selbst: Im rheinischen Dialekt meint „Pill“ etwas Kleines. Daher kommt auch das Wort für die Pille, die man aus gesundheitlichen Gründen schluckt. Als „Pillepalle“ wird umgangssprachlich eine unwichtige Kleinigkeit beziehungsweise Nebensächlichkeit bezeichnet. Ein Wort wie „Pillepalle“ benutzt man beispielsweise dann, wenn man sich über Nebensächlichkeiten aufregen will: „Ich muss so viel bürokratisches Pillepalle machen, dass ich meinen Patienten überhaupt nicht mehr genug Aufmerksamkeit schenken kann“, klagt eine Krankenschwester, die wegen der vielen von ihr auszufüllenden Formulare gar nicht mehr zu ihrer eigentlichen Arbeit kommt. Was Pillepalle ist und was nicht, ist jedoch völlig subjektiv. So ist für denjenigen, der sein Auto als Fortbewegungsmittel sieht, ein Kratzer im Lack „Pillepalle“. Für denjenigen aber, der mehr auf das Äußere Wert legt, ist es keine Kleinigkeit, sondern der Weltuntergang.

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