Das letzte Aufbäumen der Konkurrenz | Sport | DW | 28.07.2018
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Radsport

Das letzte Aufbäumen der Konkurrenz

Das Team Sky dominiert die Tour de France. Geraint Thomas ist der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Auf der vorletzten Etappe blieben Sensationen aus, der Niederländer Tom Dumoulin holte sich den Sieg im Zeitfahren.

Der Brite Geraint Thomas steht unmittelbar vor seinem ersten Gesamtsieg bei der Tour de France. Der 32-Jährige vom Team Sky verteidigte das Gelbe Trikot auch im 31 Kilometer langen Einzelzeitfahren der 20. und vorletzten Etappe nach Espelette erfolgreich. Auf der Schlussetappe am Sonntag nach Paris muss Thomas traditionell nicht mehr mit Angriffen rechnen. Nur noch ein Unfall könnte an seinem Triumph etwas ändern.

Den Tagessieg im Einzelzeitfahren sicherte sich Weltmeister Tom Dumoulin, der im Gesamtklassement auf Platz zwei liegt. Der Niederländer vom Team Sunweb benötigte 40:52 Minuten und verwies den britischen Titelverteidiger Chris Froome (Sky/+ 0:01 Minuten) und Thomas (+ 0:14) auf die Plätze. Bester Deutscher wurde Dumoulins Teamkollege Simon Geschke (Berlin/+ 1:50) auf dem 18. Platz.

Christopher Froome, der die Tour de France viermal gewonnen hat, eroberte seinen Rang drei von Primoz Roglic zurück. Es könnte ein halbwegs versöhnlicher Abschluss für den Favoriten sein, der sich eigentlich mehr ausgerechnet hatte. Der Brite war - nach positiven Proben auf das Asthmamittel Salbutamol - Pfiffen und Anfeindungen während der Tour ausgesetzt. 

Sein Nachfolger Thomas führt nun die Dominanz des Sky-Teams und der britischen Profis bei der Frankreich-Rundfahrt fort - für Sky wie die Briten wird es der sechste Gesamtsieg in sieben Jahren werden: 2012 hatte Bradley Wiggins als erster Brite überhaupt das wichtigste Rennen der Welt gewonnen, 2013, 2015, 2016 und 2017 hatte Froome nachgelegt - nur 2014 unterbrach Froomes Sturzpech die Serie. Nun triumphiert Thomas als erster Waliser.

Frankreich - Tour de France 20. Etappe - Tom Dumoulin ist Etappensieger (Getty Images/AFP/M. Bertorello)

Freude über den Sieg beim Zeitfahren: Tom Dumoulin

Um 16.29 Uhr war der Mann in Gelb als Letzter der noch 145 Fahrer auf die Strecke gegangen, zwei Minuten nach Dumoulin. Der Niederländer hätte 2:05 Minuten gegenüber Thomas aufholen müssen, auch für den amtierenden Weltmeister im Kampf gegen die Uhr eine nicht lösbare Aufgabe. "Das sollte genug Vorsprung sein", hatte Thomas zuvor gesagt: "So muss ich zumindest nicht das allerletzte Risiko eingehen."

Die letzten 116 Kilometer zwischen Houilles und Paris am Sonntag kann der Waliser nun in vollen Zügen genießen. Die letzten Etappe auf den Champs-Elysees bietet nur noch den wenigen verbliebenen Sprintern eine Gelegenheit. Aus deutscher Sicht besteht für John Degenkolb die Chance zu seinem möglichen zweiten Etappensieg.

ml/sw (dpa, sid, Eurosport)

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